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seiner Vollendung, einen heftigen Eisschul), welcher sich in einem Eisberg auf dessenBöschung lagerte, und dennoch ist der Deich ganz unversehrt geblieben.
Was aber die Krone derjenigen Deiche betrifft, über die das hohe wasser über-laufen soll, als z. r. die Krone der sommerdeiche, so sollte sie bey guter Deicherdawenigstens vier schuh stark seyn. Sie sollte auch rund oder gewölbt seyn, um dasWasser besser übergleiten zu lassen, damit es an der innern Böschung, in der säheder iirone, so wenig ninwühlung als möglich verursache. Dafs ich übrigens hier nichtvon solchen Deichen rede, welche eine Krone haben, die zum Fahrwege dienen, ver-steht sich von selbst; denn diese mtifs man nach der Breite und Frequenz des Fuhr-werks einrichten, und öfters 18 bis 26 schuh breit, machen. Bestehen die Deicheaber aus schlechter Deicherde, so müssen sie, und wenn sie auch hoch genug lie-gen, dennoch eine 4 bis 8 schuh breite Krone haben, damit der Wellenschlag undEisschub von ihrer äufsern Böschung, ohne Gefahr, noch Erde fortreissen könne: denndie mit vielem Sande vermischte Erde friert nicht so fest und tief als schlick- undDammerde ; mithin sind die davon aufgeführten Deiche einer gröfsern Gefahr blofsge-stellt. Vorzüglich tritt dieser Fall defswegen ein, weil die den Deichen gefährlichenHochgewässer gewöhnlich nur bey Eisgängen oder bey Eisstopfungen entstehen. Istdie Krone eines alten zu erhöhenden Deiches etwa 6 bis 12 rufs breit und nicht zu einemWege unentbehrlich, so mache man die innere Randlinie oder Kronenlinie der Erhö-hung 1 bis 2 Fufs höher, als die vordere alte Krone ist, und lege also den aufgekarr-ten neuen Theil gegen den Horizont geneigt, wodurch viel erspart wird.
$. 14. Es ist sonach aus dem vorigen §. und aus der Natur des Angriffs auf den Deich —■der entweder vom Strom , vom Eissclmbe, oder von dem Wellenschläge bewirkt wird —klar: dafs die Gröfse des Widerstands, den ein Deich leisten mtifs, auch zum Theil vonder Form und Gröfse der äufsern Böschung abhängt. Man darf daher diese äufsereBöschung nicht zu steil machen, sondern man mufs sie so flach als möglich anlegen.Ihre flache Lage hängt aber nicht nur von den benannten zerstörenden Kräften: alsStrom, Wellenschlag undEisscbub, sondern auch von der Beschaffenheit der Deicherdeab; auf diese mufs also zugleich bey ihrer Bestimmung gesehen werden. Die befsteDeicherde ist der sogenannte Flufssclilick oder schlämm , der sich längs den ufern derFlüsse erzeugt, auch Klayerde genannt. Am Rhein besteht der schlick aus der feinstenKieselerde, und aus Kalkerde (s. s. 21.). Der rheinländische cubickschuh wiegt aber(trocken) 78 bis 79 ft Nürnberger Gewicht (*). Nach diesem folgt die Damm-undGartenerde. Uebrigens ist das Kennzeichen einer guten Deicherde, dafs sie schwer, fein-körnig schwärzlicht ohne viele sandtlieile , und wenn sie nafs wird, klebrig und zäheist. Sie ist also, wenn sie compact aufgefahren wird, wie es seyn sollte, der Schwin-dung wenig unterworfen, und hat so viel cohäsion, dafs das wasser nicht durch sie
(*) Der feine nasse rlussand wiegt beiläufig 85 1/2 pfund, trocken etwas weniger, hat aber alsdann nureine unbedeutende cohäsion.