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dringen kaim. Auch «lufs eine gute Deicherde fruchtbar seyn, um Gräsereyen zuziehen, d. i. eine gute Grünschwarte oder Grasdecke hervorbringen. Lehm, Moor-Erde -, Erde und Sand ist also die allerschlechteste Deicherde. Letztere zwo Gattun-gen mag man aber vermischen, weil die Masse dann compacter wird. Wenn keinegute Deicherde in Menge zu haben ist, so sollte man den Deich in gute Schlick - oderauch Damm - und Gartenerde, Z bis 3 schuh dick, einzuhüllen suchen : um a) dasDurchdringen des Wassers zu verhindern, weil der blofse Lehm springt, daher nursparsam Gräsereyen zieht; der sand aber das wmsser einnimmt, b) dem Deich einegute Grünschwarte, die so äufserst nöthig zu seiner Conservation ist, zu geben, c)den Deich zum Graswachs zu benutzen, und endlich d) dessen Haltbarkeit mittelsteiner Grasdecke zu vermehren. Hat man der guten Deicherde zum ueberzuge einesHauptdeiches nicht genug, so mufs doch damit die vordere Böschung bedeckt wer-den: denn diese soll das Eindringen des Wassers in den Deich schlechterdings ver-hindern. Es ist daher äufserst fehlerhaft, wenn man an Hauptdeichen den mittlernTheil, oder auch die innere Böschung von guter Deicherde, und den übrigen ausschlechter aufführt. Bey ueberlafs - und Sommerdeichen ist es freylich ein Anderes:denn bey diesen mufs die Oberfläche der innern Böschung deswegen aus guter Deich-erde, oder besser aus Faschinenbau bestehen, damit sie dem uebersturz des Was-sers widerstehe. Der Kiesel oder kalchartiger Grand kann aber durch eine Mischungmit Erde sehr verbessert, d. i. dichter gemacht werden, vorzüglich wenn man dieMasse etwas anfeuchtet. Dieser Mischung bedienen sich die Engländer um die sohleihrer, durch Kiesellagen gehenden canäle wasserdicht zu machen. Sie nennen diesesBuddeln.
$. 15. Nach der Erfahrung bedürfrn aus guter Deicherde bestehende Flufsdei-che, die überdiefs ein hinreichendes Vorland haben, und weder vom Eisstrome, nochWellenschläge heftig angegriffen werden, einer i-§ bis zweyschuhigen Aeussern - Bö-schung. Die Innere mag ein bis lf- schuhig seyn. Dafs diese hinreicht, beweisendie Rhein-, waal-, Maas - und weserdeiche. Es bleibt auch die schlickerde in ei-ner einschuhigen Böschung noch liegen und berafst, wiewohl langsamer, als bey ei-ner zweyschuhigen Böschung. Auch habe ich gesehen, dafs mäfsige wellen auf ei-ner einschuhigen Böschung aufgerollt sind, ohne sie zu beschädigen, wenn sie miteiner guten Grünschwarte versehen war, welches die Deiche an der Mündung desEtschflusses und der Maas , in Praxis zeigen. Ist die neicherde schlecht, so mufs man.die Böschung vergröfsern, und sie unter den angeführten umständen, je nach der Be-,schaffenheit der Erde und des Locals, zwey - bis vierschuhig machen. Da, wo aber,der Deich dem ströme, Eisschube und Wellenschläge ausgesetzt, und die Deicherdegut ist, mag man die Böschung zwey bis vierschuhig, ja fünfschuhig (zum ueberflus-se) bestimmen. Diese letztere Böschung reicht auch, der Erfahrung gemäfs, hin, wenndie neicherde etwas schlecht ist. Fehlt es an Kalcherde, so kann der Ingenieur sich