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des Fasehinenbaueä mit vortheil bedienen, und selbst davon dön innern Theil des Dei-ches machen. S. s. 201.
Was die Innere - Böschung eines Deiches betrifft, so darf sie bey den Hauptdei-chen , über welche, der Regel nach, nie wasser überstürzen soll, — nicht so grofs, als dieäufserc gemacht werden. Man kann sie also bey guter Deicherde zu ein bis lf rufs,bey etwas schlechter, zwey Fufs, und bey sandiger Erde drey rufs auf jeden FufsHohe annehmen, und wird alsdann weder zu viel noch zu W'enig thun. Ist es aberblosser sand, so mag man die Oberfläche mit einer zwey schuh dicken nlaylage de-cken. An Sommer- oder veherlafsdeichen, worüber das wasser fällt, mufs freylichdie Innere - Böschung gröfser gemacht werden, um Einrisse in dieselbe (indem dasWasser nur über sie hingleiten darf) zu verhindern. Je höher auch das wasser überdie Deiche fällt, aus je leichterer Erde die Deiche bestehen,- desto flacher müssen dieBöschungen gemacht werden. Bey solchen sommerdeichen, worüber das wasser zweySchuh fällt, und die gut berafst sind, mag sie zweyschuhig seyn. Ist die Erde schlech-ter, so vergröfsere man sie bis auf drey schuh . Fällt aber das wasser höher überdie Deiche, ohne dafs Quellwasser dahinter steht, und sind sie beträchtlich über dasMayfeld erhoben, etwa zehen Fufs: so mufs der Böschungswinkel verkleinert und dieBöschung vier bis fiinfschuhig gemacht werden. Ja! des slaaper-Deiches in Holland (s. s.442.) Innere - Böschung verhält sich zur Hohe wie 13|- zu 1, wiewohl er noch überdiefseine gewölbte Krone hat, und aus guter Erde besteht. Dessen Durchbruch würde aberdas verderben einer wichtigen und reichen Landschaft nach sich ziehen. Da hat manalso eher zu viel, als zu wenig gethan, wie recht und klug ist.
$. l6. Dieses wären also die wesentlichsten Maafse zweckmäfsiger und öco-nomisch vortheilhafter rlufs - Deich - Profile als ein Mittel aus unzählig vielen Deichen,die allen Angriffen des Wassers und Eises widerstanden haben. Wollte ich aber sol-che Vorschriften über die Gröfse der Böschungen machen, nach denen man sie beyErddeichen achtschuhig angegeben hat, wie mehrere Schriftsteller vor mir gethan ha-ben : Vorschriften, die nie in Praxis ausgeführt werden können, bey denen man le-diglich auf die Höhe des Deiches über das Mayfeld Rücksicht genommen hat — waswürde dabey herauskommen? Denn Niemand kann (der grofsen Kosten wegen) beyplufsdeichen, die nicht aus purem Sande bestehen, Deiche aufführen, die eine sechsbis achtschuhige Böschung haben. Wenn ich nun hier gleich die, meiner Erfah-rung nach, besten Profile dargelegt zu haben hoffe; so sind diese Bestimmungendennoch manchen Modificationen unterworfen. Es mufs z. b. ein Deich, der durcheinen moorigten Bezirk aufgeführt wird, immer etwas stärker und höher gemachtwerden, als wenn man ihn auf einen sichern Grund legt, weil der Boden unter ihmsinkt. Auch diejenigen Deiche, welche nur mit schubkarrn aufgeführt werden,schwinden sehr. Man mufs daher stets dieser Rücksichten wegen , an Hohe zugeben.