Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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die Hafenwände von Havre . Sie heissen dann massive Hafen oder Meerdämme. Soheifsen sie aher auch, wenn sie b) an der Basis, oder bis zum niedrigen Meer, voiiSteinen aufgesshüttet, und oben gemauert sind, wie die Hafenwände von'Toulon , dieHafendämme von cette und der Moole am cap der guten aofnung. c) Andere Däm-me sind zum Theil in Kästen aufgemauert, wie der Damm von Nizza Tab. 66. Noch,andere bestehen aus eingeworfenen Steinen und Mörtel vermischt. Doch ich würdemich wiederhohlungen. schuldig machen müssen , wenn ich hier schon alle construc-tionen, nach welchen Hafendämme aufgeführt worden sind, auch nur im Allgemeinenbemerken wollte. Schliefst man einen Flufshafen vom ströme ab, so heifst der zitdiesem zweck angelegte Damm ein Abschlufs - oder Sicherungsdamm.

$. 5. Unter Bassin verstehe ich nicht eine schiffsdocke (Forme), worin dieschiffe im trocknen erbauet, und ausgebessert werden, sondern einen von dem Hafenmittelst Schleusen abgeschlossenen wasserbezirk (Bassins), in welchem das wasser von derSchleuse höher, als in dem Hafen und der Hafenstrasse, ja bis zur Fluthhöhe, wäh-rend der Ebbe, gehalten wird. Man kann diesen wasserbezirk auch den Innern-na-fen , den äufsern nafen aber den Vorhafen nennen.

In dem Bassin liegen also die tiefgehenden Schilfe flott, wenn die in dem Hafenliegenden, während der Ebbe, auf den Hafengrund aufsitzen; ein Fall, der fast in al-len, am Weltmeer und in denen am canal gelegenen Häfen, die Bassins haben, —eintritt. Solcher Bassins liegen unter andern in London auf der Isle of dogs zwey, amrechtseitigen ufer der Themse eins, und fünf andere will die westindische Compag-nie, nicht weit vom Tower, anlegen lassen; ferner liegen vor Liverpool fünf Bassins,die mit rhoren verschlossen werden, und drey, die bey der Ebbe trocken laufen, je-ne nennen die Engländer west-Docks, und diese Dry-nocks, oder nry-Bassins. InFrankreich liegen viele dergleichen Bassins, als in Havre drey, in Dunkirchen eines,in Cherbourg eines und mehrere in andern Häfen, aber in Holland trift man dereneine noch gröfsere Anzahl, wie die Beschreibung der Häfen zeigt. Liegen daran dieschififswerfte, und werden darauf die schiffe vollkommen ausgebauet, so nennen siedie Holländer Dokken.

$. 6. Der Hafenbau beschäftigt sich nicht nur mit der Anlage des eigentlichenHafens, der Hafenstrasse, und den Bassins, sondern auch mit allen den Gebäuden, Bau-werken und Maschinen, die zur Sicherheit und Bequemlichkeit der Schifffahrt, derMarine und des Handels beytragen. Die Gebäude, Magazine und werkstätte, derenein gut eingerichteter Kriegshafen bedarf, sind folgende: l) Ein Seearsenal, wel-ches das Geschütz und die waffenvorräthe aller Art enthält. 2) Eine Stückgiesserey ,3) fWaffenschmiede , 4) Magazine für Munition und vorräthe, 5) Ein park für diecanonen und Bombenkessel, ein anderer für eiserne Kugeln u. s. w.; 6) ein General •magazin (Magazin de la garniture) rnufs die Materialien und Seegel zur Ausrüstungder schiffe enthalten; darin wird z. b. die t axellage eines jeglichen Schiffes für sich