Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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Ansichten eines vaubäns ! Dünkirchens schleusen, Forts und Dämme — "von ihm er-bauet'— mufsten, dem utrechter Frieden (1717) gemäfs, geschleift werden. So be-stand vielleicht des cardinals Fleury gröbster Fehler als Staatsmann in Vernachlässi-gung der Rüsten und Häfen; ja! es bedurfte nur eines Zeitraums von 20 Jahren, unddie Engländer erkühnten sich alle schiffe; die den canal durchliefen, zu visitiren.Vergeblich waren daher die Bemühungen des Marschalls seile-Ille: denn seine Reisenach den Küsten der Normandie diente zu weiter nichts, als die Engländer auf diefranzösischen Unternehmungen aufmerksam zu machen, und sie waren kühn genug,bey cherbourg zu landen, vierzig schiffe wurden von ihnen in Brand gesteckt, dieKays, so wie die nafendämme zerstört. Eine zwanzigjährige Anstrengung wurde inwenig ragen ( 1Ö8Q und 1758) vernichtet: Endlich (1780) erwachte das französi-sche Gouvernement aus seinem Schlummer, worin es der Seehäfen am canal wegengelegen hatte, und nachdem die Marine immer tiefer gesunken war! Die Ministerrudwig xvi. beschlossen jetzt entweder zu la nougue oder cherbourg ein Marine-Etab-lissement anzulegen: denn die Herrschaft Englands zur see mufste jeden Franzosenempören, und die Nation aufschrecken, um werke zu errichten, die zur Vernichtungdieser Herrschaft abzwecken. Diese war bis jetzt von allen Politikern, als die Benu-tzung des festen Landes betrachtet werden; wie grofs war nicht die Macht und derReichthum von venetia-, cartago , Tirus und der Hansa? Auch die Griechen und Rö-mer erkannten den Einflufs der Seemacht auf das feste Land : Cicero schrieb daheran Atticus, über die seerüstungen des pompejus: »der plan des pompejus gegen Cä-sar ist ganz derselbe, den ihemistocles befolgte, er glaubte, wer Herr des Meeressey, gebiethe alles. u Der zustand der weit hat sich aber durch die in unserm zeit-puncte vorgefallenen Begebenheiten, aus der französischen Revolution hervorgegangen,und von dem Genie eines grofsen Mannes auf einen standpunct gestellt, der dem Blickeder gewöhnlichen Politiker entrückt ist — ganz verändert! Häfen, die sonst fürFrankreich wichtig waren, nämlich die Häfen von Toulon , Rochefort, l’orient undBrest, - sind es, wenigstens für den gegenwärtigen Moment, nicht mehr. Desto wichti-ger aber sind die näfen und Rheden am canal, der Nord - und südersee; insbeson-dere die Häfen von cherbourg, Boulogne, Calais, Dünkirchen, ostende, Antwerpen ,plissingen, nelvoet, Nieuwendiep, medenblick und Amsterdam (*), so wie die Rhe-den von cherbourg , vlissingen, nelvoet und des Maarsdieps. Und was man auch vonder Ausrüstung, Bemannung und dem Manöver grofser Kriegsflotten und der Landungs-flottillen sagen mag, so werden die damit verbundenen Schwierigkeiten gehoben wer^den können, da die Küstenländer Frankreichs nicht nur Schiffsbau - Materialien, son-dern auch Matrosen, in hinlänglicher Anzahl liefern. Ja! es ist ein grofses vorurtheil,

O) Medenblick und Amsterdam sind wicktig, weil die Kriegsschiffe daselbst erbauet werde» . Von Am-sterdam können sie freylich iiber den Pampus nur vermittelst der KemuU bugsirt und getragen wer-den, wo sie dann beym Eilande Urh ihre Equipage erhalten}