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anzuführen. Alexander liefs ihn durch einen Arm des Meeres, bey der Belagerungvon Tyrus , aufführen. Erst wurden grofse mit steinen belastete Bäume, mit ihrenzweigen, ins nxeer geworfen (Wahrscheinlich fachweise), oben wurde der Damm mitKrde gefüllt, und mit sohlen gedeckt. Werden die Fächer mit steinen, Mauerschuttund Mörtel ausgefüllt, so mufs das allerdings ein dauerhaftes und festes werk ge-ben. Und man kann so viele solche Roste aufeinander legen als dio riefe erfordert.Vorzüglich brauchbar wird diese Methode über einen schlammigtcn Grund seyn, wo-rin die blos eingeworfenen steine versinken. Aber auch auf einem abhängendenFelsgrund, von welchem die steine herunterrollen, ist diese construction anwend-bar ; eben so wie auf einem flüchtigen sandgrunde. Es mufs nur immer zweckmä-fsig mit grofsen und kleinen Steinen und Mörtel ah gewechselt werden.
§. 1Ö3. Massive Hafendämme von eingeschütteten mörtel und Steine könnenso aufgeführt werden: Es werden nämlich zwey Reihen pfähle (pfähl an pfähl) einge-rammt. Zwischen diesen Wänden' werden die steine und der Mörtel durch Kästenauf den Grund gelassen. Belidor 2. xh. §. 832. beschreibt diese Methode umständ-lich. Man kann sich auch dabey der spundpfäkle bedienen. Auf diese weise istein Theil der Hafenwände von Toulon 1748 unter Direktion des Ingenieurs Monvilleerneuert worden. Ueber die erste schiebt steine wird eine schiebt Mörtel geschüt-tet , und so weiter bis 6 schuh unter der Oberfläche des Wassers, wo man alsdannnicht mehr des Kastens oder der Maschine zum Ausschütten des Mörtels benöthigtist. Das Ganze erhärtet sich, und wird wie ein Fels so hart. Auch die Alten be-dienten sich dieser zuerst von vitruv (v. v. cap. xn.) gelehrten Methode, die ohneWiderrede, dem Mauerwerk in Kästen aufgeführt, sowohl in Rücksicht der Kosten,als der Dauer, in manchen Fällen, vorzuziehen ist.
§. 1Ö4. Kästen mit Steinen.. Die Hafenwände bey colberg und migemvalde inpommern und bey Danzig , bestehen aus hölzernen Kästen mit einzelnen Feldsteinengefüllt. Die in dem obern Kasten liegenden, werden von den wellen umhergewor-fen. Warum füllt man denn alle Zwischenräume nicht mit Trafs - Mörtel, cement undkleinen steinen , oder Mauerschutt dazwischen aus ; füllt nicht auf diese weise dieKästen mit einer einzigen Masse ? *)
$. 155. Eine andere Art von Mauerwerk ist bey dem Hafen von ostia aufge-führt worden. Wenn nämlich, wie hier, keine grofse Tiefe ist, so legt man dieersten schichten des Werks auf ein schwimmendes Rostwerk, welches über dem Was-ser durch seile und Pontons gehalten wird. Hierauf wird das Mauerwerk verfertigt,und nach und nach wird dasselbe herabgelassen, so wie die Arbeit fortrückt.
Der französische Architect d raguet Reys hat sich dieser Methode zur Gründungeiner Moschee bey Constantinopel bedient, a) Soll auf eine solche Gründung ge-
*) Dafs diese Holzkisten von geringer Dauer sind, beweifst auch des H. Riedels Vortrag in seiner Anleitungzur Strom - und Deichbautunde p. 76 .a) Traue des Fonts et fhaussees p. 83.