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mauert werden, so mufs die Oberfläche bis ins Wasser herab mit der gröfsten Sorg-falt gelegt werden. Auf der ersten Steinlage wird alsdann eine Kort cd decke ausge-breitet. Auch ist sie bey dem Meerdamm von Genua angewendet. *)
§. l66. Vitruv lehrt uns eine Bauart massiver Meerdämme aufführen, die kost-bar ist, und den übrigen Bauarten nachsteht, weil sie keine gröfsere Festigkeit undDauer verspricht. Er sagt l. v. cap. xii. : wo die Meeresfiuth, oder die wogen denfesten stand der (vorbeschriebenen) Kästen nicht zulassen, da führe man vom uferab eine sehr feste 'Grundmauer auf, von welcher die eine Hälfte oben horizontal, .
die andere schräge liegen mufs. Alsdann wird auf diese Mauer an den seiten eineRandmauer von 1|- schuh stark zu gleicher Hohe mit dem am ufer horizontal geleg-ten Theil aufgeführt. Den Raum, welchen diese Mauer umschliefst, fülle man mitSand aus, und mauere auf dieses sandlager einen rfeiler, dessen uöhe der Absichtentspricht. Wann derselbe vollendet ist, so lasse man ihn, wenigstens zwey Monateaustrocknen, alsdann breche man die Randrnauer, die den Sand einschliefst, ab. DerSand wird nun vom wasser weggespühlt werden, und der pfeiler ins Meer stürzen;auf diese weise können also die Dämme nach und nach weiter ins Meer geführt werden.
§. 1Ö7. Der obere massive nafendamm zu nieppe, dessen vordertheil sehr be-schädigt ist, wurde auf folgende weise construirt. Auf beyden seiten hat er einezwanzig schuh dicke Mauer, die J der Höhe zur seimige bat; der innere Raum,welcher etwa 43 Fufs breit seyn mag, ist mit strandkiesein gefüllt. Ueber diesenward ein Gufs von Mörtel gemacht, welcher von solcher Gute ist, dafs er nachher,als die Kiesel schon herausgewaschen waren, noch die Decke fest hielt, welche gleich-sam in der mft hieng. Ein Beweis von der Bindungskraft eines guten Mörtels. Jetztsteht von dem vordem Theil dieses Dammes nichts mehr als die Seitenmauern da.
Der obere Theil ist mit planken bedeckt, und so laufen die sturmfluthen in dies hoh-le HÖft hinein, und es war für mich ein schauerlicher Moment, zu sehen, wie dasMeer gegen seine wände antobte. Der Hafen-Ingenieur, Herr Tarbe, hatte im Innerneine zweekmäfsige Holz Verbindung anbringen lassen, und die angegriffene Mauer miteiner Balkenwand conservirt.
$. 168. Hafend'ämme von Holziverk mit Steinen, gefüllt waren ehemals auchbey Dünkirchen und Calais anzutreffen. Bey Dünkirchen bestanden sie, vor derZerstörung beym utrechter Frieden, aus zweyerley constructionen. Die eine Art Fig.
12. Tab. 66. war auf ein werk von Faschinen und langen pfählen gegründet. Aufsolche Gründung war das schwellwcrk und ein Holzbau errichtet, wie ihn die ange-zogene Figur im profil Fig. 13 und 15 im Grundrisse und Fig. 14 im seitenaufrifsdarstellt; und derselbe war mit steinen gefüllt. Wer aus diesen Zeichnungen nichtdie ganze construction verstehen kann, der mag im uelidor 2. Theil §. 718. u. s. ffnachlesen. Jetzt besteht der untere nafendamm zu Dünkirchen aus einem steindamm
} Furtenbach Kunstspiegel S< 118 — xo, J-eupoid xlieatre ieydr. §. 217 *