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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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gleichfalls Balkenwände, s. Tab. 83. Fig. l. Ein hölzerner Boden ist nur da rathsam,vvo der pfahlwurm nicht ist, und wo man die «osten scheut, um auf einen hölzer-nen noch eine steindecke zu legen. Solche nocken, die einen hölzernen Boden ha-ben, treffen wir zu Liverpool, coppenhagen und cronstadt. Die crstere nocke istim Jahr 1763. angelegt; die zweyte ist ziemlich leck, und von der dritten fehlt esmir an Nachrichten. Das sicherste ist also immer auf den hölzernen Boden noch ei-ne Steindecke, von deren construction ich beym schleusenbau handeln werde, zulegen. Wiewohl ich nun bis dahin das weitere aussetzen mufs, so will ich dochhier noch bemerken: dafs der umfang der nocke und der vorboden gleichfalls aufssorgfältigste mit einem pfähl - und Balkenrost, so wie mit einem Plankenboden ver-sehn seyn mufs* Wenn die Docke in einen schlammigten Boden erbauet wird, soist es rathsam, rund um den ganzen sau eine doppelte Reihe spuntplanken zu schla-gen und die r ostpfähle durch Faschinen- sinkstücke zu rammen. In der Mitte sol-cher sinkstücke lege man eine Thonschicht und begiefse die Oberfläche mit Trafs-pozzelan-Mörtel oder cement. Darauf lege man dann den Balkenrost und maueredie Gefache aus. In den durch die schwellen hervorstehenden pfahlköpfen treibe mandann Keile ein und säge diese nöpfe, den schwellen gleich, ab. Auf den erstenschwellrost kann auch noch ein zweyter rautenförmig gelegt werden: doch ich willja umständlicher über die Gründung solcher Gebäude beym sehleusenbau handlen!Bey dergleichen werken ist es indessen ein unverzeihlicher Fehler, wenn sie, imnachgebenden Boden, blos auf ein horizontales Rostwerk gelegt werden: denn die Sei-tenmauern drücken stärker auf den Rost als der Flur, weil sie viel schwerer sind:daher mufs dieser emporsteigen, wenn jene sich senken, worüber ich beym schleu-senbau Beyspiele anführen werde.

§. 1Q3. Von der Distribution und Lage der Schiffsdocken .

Die Schiffsdocken müssen dergestalt situirt seyn, dafs die schiffe entweder inden Hafen oder in Bassins eingelassen werden können, wenn sie so weit aufgebauetoder ausgebessert sind, um die Docke zu verlassen. So liegen z. b. die Docken incarlscrona vortrefflich, weil sie alle an einem grofsen vom Meer durch einen ivieer-damm getrennten wasserbezirk liegen, mit dem sie rechte Winkel formiren. So sindauch die Docken zu Brest, portmouth, Rochefort und Toulon sehr gut situirt.

§. 194. Die Beschreibung einiger merkwürdigen Schiffsdockenwird uns noch manche Aufschlüsse von dem Bau und ihrer zweckmäfsigen constru-ction geben. Ich fange daher mit der Beschreibung der schiffsdocken zu Brest an.Der französische Hafeningenieur Herr choquet de Lindu hat davon in seinem werke:Description des trois formes de Brest, die befsten Aufschlüsse gegeben, und seineErfahrungen sind in mehr als einer Hinsicht lehrreich. Brest , welches unter denfranzösischen Seehäfen die ersten schiffsdocken erhielt, ist dem wasserbaukundigenvorzüglich merkwürdig, weil es ihm die Vervollkommnung dieser wichtigen Anlagen

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