zeigt und wie man nach und nach zu ihr gelangte. Die Aeltere - Docke, welche igFufs hoch wasser fafste, lag mit ihrem Boden msr 30 zoll über die niedrigste Ebbe:also stand das wasser bey der ordinairen Ebbe noch vor den schlagschwellen unddie Aqueducte, welche das wasser aus der Dockenkammer abführen sollten, warenauch zwey Fufs zu niedrig angelegt. Ja! wenn gleich zwey Schöpfmaschinen ge-braucht wurden, so war es doch dieses umstandes wegen nicht möglich die Dockeganz trocken zu erhalten. Der vorboden und die Kammer, beydes von nolz, be-fanden sich in einem fehlerhaften zustande, das ivieemasser drang in die Docke hin-ein und man beschwerte deswegen den Boden mit 1200 centner Eisen, welche beyjedem Ein - und Auslaufen des Schiffes weggehoben werden mufsten. Die Thorflü-gel waren von äufserst schwachen Dimensionen und bedurften eine Menge von stü-tzen, Die rigur der Docke war viereckig, sie fafste also viel wasser, welches beymAusschöpfen unnütze Arbeit machte. Der Ingenieur r oblin half zwar einigen dieserFehler in etwas ab. So liefs er z. b. anstatt des Eisens, womit der Boden beschwertwurde, ein concaves mit Fächer versehenes schwellwerk machen, welches mit bo-genstreben gegen die Dockenwände befestigt wurde, also gegen den Dockenflur spreiz-te und dessen Aufheben verhinderte. Der gute Erfolg dieser Vorrichtung machtedafs man einen doppelten Boden, dem an der Docke zu Rochefort ähnlich, von stei-nen anbrachte, und zu dieser Absicht machte der schiffsbaumeister Olivier folgendenVorschlag: die alte nocke inwendig in Form eines ovals auszumauern, um die Quan-tität des auszuschöpfenden Wassers zu verringern *). Der Kriegsminister maurepasliefs dieses project durch den Ingenieur numains ausführen; es wurden auch nach deserstem Vorschlag neue Thore eingehangen und die schlagschwellen 3-f- Fufs erhöhet,Olivier führte sein project, als Hafeningenieur, mit aller Geschicklichkeit aus: eineArbeit, die ihm den st, Louis orden brachte und für ihn die Anlage dreyer Dockenin der Bucht zu Brest , welche man pontaniou **) nennt t. 62 ., bestimmte. Er hat-te von 1742, bis 174Ö. den sau dieser Docken dirigirt, als er starb. Zu seinemNachfolger wurde der nicht minder geschickte Ingenieur choquet erwählt. Dies sindalso die drey Docken , welche derselbe ausführte und in seinem werke beschrieben hat.
Da Olivier, welcher auch zu Brest vier Hellinge oder Stapelplätze e t. Ö2., sowie auch das General - Magazin g d und andere Gebäude aufgeführt hatte, keine de-taillirte Zeichnungen seines rrojectes Iiinterlassen hatte, und auch vorher die beydenBollwerke an den seiten der genannten Bucht nicht parallel aufgemauert waren, umdem Ganzen einen bestimmten plan zu geben, so mufsten diese zum Th eil abgetragenwerden. Wenn gleich zu denselben Pozzolan-MÖrtel gebraucht war, so fand man docheinige spalten darin und man war .genöthigt, dieses iviauerwerk bis auf die erste La-
Olivier ist also der erste, welcher die ovale rorm der Dockeubanke bestimmte.
**) Sie war sonst fiir das Abbrechen alter Schiffe oder das Kalfatern bestimmt und es standen einige klei-ne Magazine um ihr herum, Ihr Grund bestand aiis Schlamm,