Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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verzahnten Fuge heraus zu treiben strebten, ihn nur mehr befestigten. Die Steine,welche einmal so befestiget waren , widerstanden den Wirkungen der See vollkom-men , sobald der Mörtel erhärtet war. Um indessen auch auf den Fall die Lage derSteine zu sichern, wenn der Mörtel vor seiner Erhärtung durch die wellen ausge-waschen würde, und die untere Fläche der steine den hydrostatischen Druck derhoch gehenden See auszuhalten hätte, so wurde iiberdiefs jeder Stein durch hölzer-ne Nägel (trenoils) an die vorhergehende schichte befestiget. Zu dem Ende waren,durch jeden Stein von der obern zur untern Fläche zwey 1^- zoll weite Locher ge-bühret worden. Wenn nun der Stein durch Keile auf die beschriebene weise in sei-nem Lager befestiget war, so wurden die beyden Locher mit einem 11 m f zoll en-gem eisernen Bohrer 8 — Q zoll tief in den darunter liegenden stein fortgesetzt,hierauf ein unten etwas zugespitzter hölzerner Nagel mit Gewalt in die Locher hin-eingetrieben, nöthigen Falls oben verkeilet, und der obern Fläche des Steines gleichabgeschnitten. Da die Nägel sämtlich trocken eingeschlagen wurden, so quollen sicdurch die Benetzung mit wasser so in die Vertiefungen und Unebenheiten der Locherin den Steinen ein, dafs keine Gewalt einen so aufgenagelten stein aus seinem Lagerheben konnte , als welche die beiden Nägel der Länge nach zerrissen haben würde.Zuletzt wurden noch die Fugen der steine von oben herab mit hinlänglich verdünn-tem niörtel ausgegossen, und wenn das überflüssige wasser in die trocknen steinegedrungen war, so lange Mörtel nachgegossen, bis alles eine feste zusammenhängen-de Masse ausmachte. Nöthigen Falls wurden alsdann noch die Fugen durch einenueberzug von Gips gegen das Auswaschen des noch nicht erhärteten cementes verwah-ret. So wurde der Bau bis zur 6ten stufe , welche den ganzen Felsen ebnete, fort-geführt, indem stets die steine einer jeden stufe, welche in den Felsen eingelassenwaren, zuerst gelegt und befestiget wurden. Die folgenden steinlager konnten nichtmehr unmittelbar mit dem reisen verbunden, sondern mufsten durch die Kunst mitdem bereits aufgeführten Fundament vereiniget werden. Zu dem Ende wurde durchden mittlern stein des 6ten Lagers rüg, vi. xab. 53. ein viereckigtes Loch von einemQuadratfufs Oberfläche gehauen , und in gleicher Entfernung von dem Mittelpunct indemselben Lager noch 8 Löcher von gleicher Gröfse, 6 zoll tief von der Oberflächeeingelassen, welche zur Aufnahme von 8 würfeln von Marmor (in der Kunstsprachevollen genannt) bestimmt waren. In das mittlere Loch wurde ein 22 zoll hohesrarallelepipedum von Marmor in Mörtel gesetzt, und mit dünnen Keilen befestiget,hierauf der Mittelpunct-stein des 7ten Lagers mit einer, über den Q zoll über die Ober-fläche des 6ten Lögers hervorsfehenden marmornen Bleck, passenden Vertiefung am-gesetzt, in . Mörtel gebettet, auf jeder Seite des Marmorblocks eingetheilet, und über-diefs mit 4 hölzernen Nägeln, auf die oben beschriebene weise an die untere schich-te befestiget. (Siehe Nro. yn, xab. 53.) Und um den mittelpunfctsstein wurden viersteine mit Schwalbenschwänzen eingelassen, gehörig in Mörtel gebettet, verkeilet, und