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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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„ Als mir vor einigen Jahren die Anlegung von Leuchtfeuern anvertraut wurde,schöpfte ich die erste' Idee zum Entwürfe derselben aus den Memoiren der schwedi-schen Academie von 1793- In der That ist die Erhebung der RÖhre ab Tab. Ql.Fig. 4* von der mitte des Thurms aus, (jedoch in der nöihigen Entfernung vom Bo-den, damit der Luftzug statt finde) und von dessen Basis, selbst nothwendig, indemsie den vortheilhaften Luftzug zur Erhaltung einer lebendigen Flamme hervorbringt *).Die sechseckige rorm f. 6. des Thurms erleichtert die construction der Gewölbe, und dieEcken der Mauer befördern den Luftzug nach einer oder der andern oefnung e erig 5. (Tab. Ql.) welche mit Schiebern oder eckigen Klötzen m Fig, 6., je nach demLuftzuge, verschlossen werden können. Die Schieber werden nämlich mit einer Schnuraufgezogen, welches der Feuerwärter bewerkstelligt, der auf diese weise den vor-theilhaften Luftzug bewirken, und so die Hohe der Flamme reguliren kann. DieseRÖlire , mit einem reuerheerd darauf, ist der altern Einrichtung von Steinkohlenfeuern,die in einem eisernen 24" liehen und 15 — l6 zoll weiten Feuerkorbe bestand, weitvorzuziehen. Dahey wirkte nämlich der die Flamme unterhaltende wind seitwärtsdes Korbes, welcher sie daher niederschlug oder horizontal warf. Der Seefahrer,welcher mit dem winde segelte, hatte daher Muhe , das Leuchtfeuer wahrzunehmen,wo hingegen stets die vertical aufsteigende Flamme sehr gut gesehen wird. Ich wur-de sonach überzeugt, dafs das Leuchtfeuer mit einer Kuppel oder Laterne umgehenwerden müsse, wenn die Flamme nicht von dem winde abwärts oder seitwästs ge-schlagen, sondern nach allen seiten gleichförmig gesehen werden, und die möglichstgröfste Lichtmasse bilden soll; denn eine in eine Laterne eingeschlossene Flamme be-leuchtet den Raum, von dem sie umgeben ist. Auf der 4' !-§■" über die Plattformsich erhebenden RÖhre ab ruht ein eiserner Ring rig. 7., der die eisernen StäbeFig. 8. aufnimmt, deren Länge sich nach dem Durchmesser des Ringes richtet. Ihrtriangelförmiger Queerschnitt giebt eine den Luftzug befördernde oefnung, und hältdie Kohlen zurück. In der Mitte hat jeder Stab einen kleinen Knopf, der den nächst-folgenden Stab berührt, und es verhindert: dafs die Stäbe sich nicht von der Hitzekrümmen. Diese den Rost (Grille) ausmachende Vorrichtung ist deswegen vortheil-haft, weil weder der Ring noch die Stäbe aus einem stücke sind, deshalb sich letz-tere je nach dem Grad der Hitze oder Erkältung, ohne sich zu krümmen, ausdeh-nen oder zusammenziehen können. „

„Indem die Stäbe über den Ring hervorstehen, so wird derselbe nicht vomFeuer erreicht, und er kann daher lange dauern. Ist aber ein stab verdorben, sonimmt man leicht einen andern an dessen stelle. Auf diesen p.ost wird ein, aus vier

*) In einem neuen Briefe sagt u. v. Lowenörn: „Bey hohen Leuchtthürmern habe ich’s nützlich o-efun-den , die Zugöfnungen in diese Röhre, die mit eisernen Schiebern yersclilossen werden können, höherTom Boden anzubringen.,,

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