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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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§. 23. Es darf wohl nicht erinnert werden, dafs alle dergleichen Grabenarbei-ten von unten auf angefangen werden müssen, um sich das w r asser nicht auf seineArbeiten zu leiten. In gleicher Absicht mufs anfänglich zwischen dem Recipientenund dem Abzugscanal ein Erdsaum stehen bleiben, den man zuletzt durchgräbt. Auchwird man zuweilen gen'olhigt werden, das wasser mit Maschinen aus solchen cana-len zu schöpfen, um ihre sohle hinreichend tief legen zu können.

Sowohl bey dem Ausheben der Gräben als der Schlamm-Räumungen wird esbey manchem Locale nothwendig werden: den auszuhebenden Grabenbezirk in verschie-denen Abtheilungen,* entweder mittelst Erddämmen oder einzuschlagenden planken-und schaalw'änden, oder mit strohdämmen abzuschliefsen. Dann wird das in der inArbeit genommenen Abtheilung sich gesammelte wasser mit der schwungschaufel(xab. Ql. rig. 18.), der weiche Mofast aber mit dem nandbügel (Fig. 32. Tab. 100.)und der festere schlämm mit dem spaten (Fig. a Tab. Ql.) ausgeworfen. Vor derErndte sollen diese Arbeiten angefangen werden; aber in sümpfen mufs man diesel-ben in der trocknesten Jahrszeit und vorzüglich im Herbste, um die Fieber verursa-chenden Ausdünstungen zu vermeiden, verrichten.

§♦ 24. Nach verlauf eines Jahres wird die Erfahrung lehren: ob eine hinrei-chende Anzahl von Gräben angelegt ist; denn bey keinem tocale lassen sich alle um-stände, als Quellen, die Masse des sumpfwassers und die poröse oder festere Beschaf-fenheit des Bodens , in Rechnung bringen. Oefters wird man sich später zur Aus-hebung noch mehrerer Gräben entschliefsen müssen!

$. 25. Werden die Gräben durch einen schwebenden Morastboden oder Trieb-, sand — worin die ufer nicht stehen bleiben, sondern durchsinken oder nachschiessen,und worin die Gewässer anfänglich verseigen — geführt, so finden zwo Nachtheilestatt: ihre Leitung selbst und dann ihre- tiefere tage. Es müssen also diese Gräbenwenigstens um das Doppelte ihrer nachherigen Breite und Tiefe ausgehoben seyn;also mufs man auf das Nachsinken rechnen. Ist das geschehen, so verfertigt manschnell ein Buschbett nach Art des Faschinenbaues, mit gespreiteten Busch, wippen,pfählen, und macht auf der obern rage Verzäunungen. Dasselbe kömmt nicht nUrauf das Bett des Grabens, sondern auf die schrägen Seitenwände zu liegen. Ist esvollendet, so werden darauf Feldsteine, ziegelgraus, Mauerschutt, Kieselsteine oderGrand, was man zum besten haben kann (noch besser lebendiger malch und Kiesel)geschüttet. Von diesem Beschwerungsmaterial mag die untere nage aus Thon odernehm bestehen, um das Durchseigen des Wassers zu hindern. Mit dieser Arbeit fah-re man so lange fort, bis das werk den Boden so stark belastet, dafs es nicht mehrnachsinkt *). Da die stücke, welche auf diese weise mit einem Mahle ausgehoben

*) Sohmtron rath in seiner Schrift ( über das Austrocknen der Sümpfe) Rasen auf Triebsand zu leo-en. Mirscheint diese Methode nicht hinreichend , weil itasen von dem Triebsand weggedtückt weiden , indemsie ihn nicht sreuu» belasten oder niederhalten, .

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