für sich haltbar sind, und der weidenwuchs 'sie haltbar machen bann. Man wirdauch manches Grabenufer durch blofse Belegung und Anheftung mit wippen (s. i. b.6. 24Ö.) mit solchen weiden erhalten.
§. 20. In den Austrochnungs - und Entwässerungscanal münden sich mehreredas Wasser ableitende Nebengräben ein, die man zuleitungsgraben nennt, weil siedem Hauptcanal das wasser zuführen. Fliefsen diese nun mit anmerhungswertherGeschwindigkeit, etwa zwey schuh in der secunde oder schneller, so müssen sichdiese letztere mit den Abzugsgräben unter einem spitzen winkel vereinigen, und ih-re wände bey dem vereinigungspuncte gekrümmt seyn , damit der Abflufs nicht ver-zögert werde. Wo aber die Geschwindigkeit äusserst geringer ist, also der vereinirgungs-winkel doch keinen Einflufs hat, und die Gräben eine ansehnliche weite ha-ben (denn diese mufs gröfser seyn bey geringer Geschwindigkeit s. 1 . b. s. 31.), damag diese Vereinigung immer unter einem rechten winkel, aber nie unter einemstumpfen Winkel statt finden.
$••21. Die Anzahl, Gröfse und Tiefe der Zuleitungsgräben hängt ab: von derAbhängigkeit oder der horizontalen tage des zu entwässernden Bezirkes , wonach sichdie Geschwindigkeit des in ihnen fliefsenden wassers richtet; 2) von der wasser-menge, welche abgeleitet werden mufs, und 3 ) von der Beschaffenheit des Bodens,über welchen man sie hinführt. So sind z. b. in eine nehm - oder nlayboden meh-rere Zuleitungsgräben nöthig als im Sandboden, weil der letztere das wasser ein-saugt und durchläfst, wenigstens so lange, bis ihre sohle mit schlämm bedeckt, bisalso die Entwässerung vollführt ist: denn es legt sich in wenig Jahren überall insolchen Gräben Schlamm an, der den Durchgang des wassers verhindert. Sie müs-sen übrigens einige schuhe unter dem wasser, welches in der obern Erdschichtedes Entwässerungsbezirkes steht, gelegt werden, eher noch tiefer als höher.
$. 22. Ist es nöthig, den Abflufs des wassers in den Hauptcanälen auch beyeiner Austrocknungs - oder Entwässerungs - Anstalt *) bey strenger Kälte zu erhalten,so lasse man es beym Eintritt des Frostes in die canäle hinein und staue es auf.Alsdann wird sich eine Eisdecke erzeugen, und wenn sie haltbar genug ist, so lasseman das wasser unter ihr fallen, indem die Aufstauung weggenommen, ist, so wirdes unter der Eisdecke frey fliefsen, und die Entwässerung ist nicht aufgehoben. Einanderes Mittel ist die Bedeckung des Grabens mit Hölzer ; mit wachholder - und an-deres Strauchwerk und Erde darüber. Auch wird man sich bey manchem Locale derRohren und Gerinne bedienen, wenn aus einem Bezirk, wodurch der Entwässerungs-graben gehen müfste, nicht das Grund - und sumpfwasser selbst abgezogen, sondernnur das wasser clurchgeleitet werden soll.
*) th sage in den ffauptccinähn, weil in gt'ofsen Bezirken der Are mehrere solche Hauptgräben-oder Ca-Uiüe gegraben weiden müssen; von denen einige das Sumpf - aridere aber das Bergwasser abiiihren.
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