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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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mung nicht in die Sumpfbezirke führen, denn sie verderben alle Gräsereyen , wiedie tägliche Erfahrung lehrt.

Zum schnellsten kann die Anschlämmung, vermittelst solcher Bäche und Flüs-sen, bewerkstelliget werden, die viel Sand führen. Den hochliegenden iheil der An-schlämmung mufs man jedoch mit gutem Boden zu bedecken suchen, und darauffortdauernd frisches wasser leiten, (für dessen Abflufs wieder zu sorgen ist) damiter die zum wachsthum nüthige Feuchtigkeit und die öhligten iheile einsauge, folg-lich mufs eine Bewässerung unterhalten werden! Ist der so gewonnene Bezirk sohoch und fruchtbar geworden, dafs man ihn mit gröfsern Nutzen zu Getreydelandals zu wiesen gebrauchen kann: so hört die Bewässerung, ausser in warmen Län-dern , auf.

§♦ 3Q. Eins andere aber kostbare Methode beym Entwässern und Austrocknen,wird mit Hülfe der Maschinen bewerkstelligt, wenn das aus dem umdäuimten (be-deichten) Bezirke zu führende wasser niedriger, als der Recipient steht. Sie erfor-dert öfters nicht nur die Anwendung vieler hydrotechnischen, sondern auch grofserGeldmittel! Ausser in den Niederlanden hat man von ihr in wenig Ländern Gebrauchgemacht, ungeachtet sie gar vielfach so angeordnet werden kann, dafs sie keine grofseSumme kostet. Insbesondere ist dies der Fall in Friesland, wo man sich der kleinenSchöpfmaschinen Tab. 83. Fig. xvi. b bedient.

Maschinen zur Aufforderung des wassers können auch, mittelst des der Austrock-nung nahe gelegenen Flusses oder durch den wind, mit Dampf; oder auch wohl (abermit keinem besondern vortheil) durch Thiere und Menschen in Bewegung gesetztwerden. Sie sind maneherley: wurfschaufel (Tab. 81. Fig. 18.), der salandier - Kü-sten (Tab. 88. Fig. 11 .) (Bascule). Bey beyden wird die Kraft des Menschen ange-wendet. Die Wasserschraube, oder die archimedische Schnecke (Tab. 87. Fig. 5. und6.); das vertical und schief liegende wurfrad (Tab. 8Ö. Fig. 1.2.3.) holländisch(Scheprad), werden vom windfliigel bewegt; die Kastenkunst (Tab. 88. Fig. 1.4. 5.)von wasser getrieben, die Pumpengestänge von der Dampfmaschine in Bewegunggesetzt. Auch kann man den ßelier - hydraulique anwenden, wenn in der Nähe desSammelteiches ein fIuIs vorbeyläuft. Ferner die paternosterwerke Tab. Ql. Fig. 52.und die schaufelwerke Tab. Ql. Fig. 2t.

Selten wird der Ingenieur sich aber der von Menschen, Thiere, oder der von wmsser ge-triebenen Maschinen in Bewegung gesetzten zu Austrocknungen bedienen, denn wo die Flüssehöher als der auszutrocknende Bezirk liegt, da haben sie gewöhnlich eine zu geringe Ge-schwindigkeit, öderes sind Ebbe-und Fluthströme, bey denen die Einrichtung solcherSchöpfmaschinen sehr beschwerlich ist. Man ist daher genÖthigt, zur Hebung sol-cher grofseu Wassermassen, die wind - und Dampfmaschinen anzuwenden. Wiewohlich, dem plane dieses vverkes gemäfs, diese Maschinen hier noch nicht beschreiben kann,so mufs ich doch Folgendes bemerken : Die von windllügel in Bewegung gesetzte