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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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ben, leisten, wie sich das versteht, während der Ebbe, wenn die seeschleuse offen.steht, einen gröfsern Effect, als während der rluth, bey welcher man die schleuseschliefst, dann der Druck des in dem Busen stehenden Wassers gegen das vor derSchöpfmühle stehende rlior, (wachtthür) welches den Busen von dem untern waaser oderdes zuleitenden canals abschliefst, ist bey der Ebbe, die den Abflufs des Busenwasserszuläfst, weit geringer, als während der rlutli, wobey die Thore der Auswässerungs-schleuse verschlossen sind.

Das wasser, welches auf den Busen oder auch auf den sammelbusen durch /Maschinen aufgeworfen ist, heifst (nach dem Holländischen ) Busenwasser ♦ So istz. b. das naarlemmer-Meer der gröfste Theil des Busens, oder bestimmter des Haupt-busens von Rheinland. Der Damm, welcher den Busen einschliefst , wird Busendammoder susenkade , auch der Kürze wegen blos Kade genannt. Mehrere solche Däm-me heissen Kadämme, auch wohl in einigen Gegenden sommerdämme.

Die wasserhöhe, bis zu welcher das Busenwasser, ohne Nachtheil der übrigenLande, gehalten werden kann, mufs mit einem wassermesser, der die Hohe des was-serstandes angibt, d. i. mit einem Pegel, s. i. b. s. 13Ö. bezeichnet seyn. Zur Win-terszeit kann das Busenwasser höher als im Sommer stehen, also ist ein winterpegelund ein sommerpegel nöthig.

$. 41. Das innerhalb den see - und rlufsdeichen, zur zeit der rluth, mittelstSchleusen, eingeschlossene gesammte wasser, nenne ich Binnenwasser. Also dasjeni-ge, was auf die Auswässerung und AUstrockiyung Beziehung hat, zähle ich zum sin-nen - oder Innern-wasserStaat eines Landes. Dazu gehört demnach auch die cir-culation des Wassers in den Canälen, in dän Binnengewässern, in den Busen undin den Entwässerungsgräben (holl, waeteringen).

Derjenige Graben, welcher in dem Polder, längs dem denselben umgebendenDamm (Ringdeich) fortläuft, heifst der Ringgraben (holländisch Ringsloot). DieAllignementsgraben sind diejenigen Gräben, welche dtirch einen ausgetrockneten Di-strikt, der ränge nach, durchgehen, und worauf die Seitengräben stossen; die erstenmachen also mit dem Ringgraben die Entwässerungsgräben aus, und diese sind diezuleitungsgraben. Aus denselben mufs also das wasser nach der untern Schöpfmüh-le hingezogen werden, und wenn diese nicht im Gange ist, so steht es in den Grä-ben stille, denn gewöhnlich haben dieselben ein horizontales Bett. Je gröfser derenproül ist, desto gröfser ist der Effect der Muhle, weil sie inehr wasser anziehen. f§• 42. Das Alte-Land wird in Nordholland derjenige Bezirk genannt, welchernicht ausgetrocknet werden durfte, weil er höher als die ordinaire rlutli liegt. Tloog-heernraadschap oder waterschap heifst in Holland ein Landesbezirk, welcher seinenInnern-wasser Staat für sich hat und erhält; denn man auch einen hydrotechni-sehen Bezirk nennen kann *), welcher von einem andern angränzenden (solchen bö-*) dem Binnen was sevstaat you Rheinland werde ich dessen Beschaffenheit näher erklären.