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man nickt mehr denn fünf Gänge von Mühlen gebraucht , das giebt also auf jedenGang 813 morgen.
§. 5Ö. Nach diesen Aufklärungen komme ich auf die , mit den grofsen schöpf-maschinen zu bewirkende Austrocknungs-Methode zurück. Hat nämlich die obersteMühle den auszutrocknenden Bezirk um vier schuh erniedrigt, alsdann kann erst diezwote Mühle erbaut, und in Wirksamkeit gesetzt werden. So waren z. b. im Jahr17Q7. in der Austrocknung van uieucoop Tab. 65 . *), die miihlen 1. 2. 3.4. 5. fer-tig **). Dann mufs genau bestimmt werden, in welchen canälen oder -Busen dasaufgeschöpfte oder auswässernde wasser abfliefsen solle, damit der eine oder anderecana-1, d. L die eine oder andere Landschaft oder Polder, nicht zu viel wasser erhält,und davon überschwemmt werde. Bey dieser Austrocknung ist Folgendes festgesetztworden: die Busen, worauf die Maschinen das wasser aufbringen, sind: l) von denMühlen Piro. 1 . Fig. a, t. 65. fliefst das wasser in den canal, die Dregt genannt, welchercanal einen Theil des Amstellands - Busen ausmacht ***), welcher von den schleusen 8u. q, so wie von derjenigen schleuse (no. 10 .), die man das Rheinlandsche - rerlaat ****)rig. b. Tab. Ö5. nennt, und auf der Aar liegt, von nhynlands - Busen oder der Aarabgeschlossen 2) Die Mühlen nfo. 5. und 2. Fig. a . bringen das wasser auf dieAar; sie mahlen also auch auf Rheinlands -Busen. Die Mühlen Nro. 3. und 4. brin-gen es gleichfalls auf diesen Busen, aber zunächst auf die mey , nämlich mittelst descanals, welcher durch meucoop hinläuft. Ferner sollen nach dem project , Fig. a.Tab. Ö5. noch zwey Gangmiihlen bey 6 . und 7. angelegt werden, die das wasser indie cromme- mydreclit, also an? Amstellands-Busen aufmahlen. 3 ) Der Bezirk, wel-chen diese Mühlen beständig trockuu erhalten sollen, wird mit dem Binnendeich
*) Der nieueoopscbe und zevenhoveushe plas sind ausgetorfte und jetzt mit Wasser angefiiJlte Bezirk«.
*») Dis beyden Karten, uro. A. und b., welche auf Tab. 63 . gegeneinander über gestochen sind, stellenden Zustand vor und nach der Austrocknung dar. Bey dieser Gelegenheit mufs ich denn auch bemerken,dafs auf Tab. 41 , dieser Bezirk schon so dargestellt ist, als wenn er wirklich ausgetrocknet wäre , wel-ches nicht hätte geschehen sollen. Als ich im Jahre 1796. diese Karte stechen iiefs, stand ich in dermeyming, dafs die Austrocknung damahls schon bewerkstelliget gewesen sey; als ich aber diese Aus-trocknungsanstalten i. J. 1798. besuchte, wurde ich eines bessern belehrt. Die zwo auf Tab 1 65. gegen-überstehenden Karten berichtigen nun nicht allein diesen Irrthum , sondern geben auch eine getreueVorstellung solcher grofsen Austrocknungen in Holland . Bey uro. 3 . und 4 . (vor dem Dorfe sieucoop)stehen VF'asserschvaubenmühUn (holländisch Vyselsmoelen ). Nro. 1. 5 . und 2 - sind aber v-erticale Wurf-radmühlen, (Scheprad-Moolen) die zwischen Zeevenhofen und der Aar ( S. Fig. A. Tab. 65 .) liegen.Jene Maschinen bringen das Wasser acht, diese vier bis 41 fuIs hoch auf.
*»*) AmsUUand und Rheinland sind nämlich in Holland z»wey groTse Hydrotechnische Bezirke, die ihre ab-gesonderten Busen und Auswässerungs - Schleusen , so wie ihre Deiche und Wasserkehrungen haben, undvon denen ich weiter unten handeln werde. Der Leser findet diese für deu Wasserbau!; und Den äusserstmerkwürdigen Bezirke auf rab. 40. uud 41. dargesteslt.
*•**) Diese Schleuse (das RheitiianAse - Rerlaat) trennt die Innern - Gewässer von nhynland und AinstelJand.Sie ist auf rab. 41» bey Nieuveen mit Verlaat k. bezeichnet,'