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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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ab c d Fig, a. von dem übrigen Theil des Nieucoopschen - rolders abgeschlossen wer-den, damit Rheinland und Amstetland auf seinen Busen, jedes nicht inehr wassererhalten kann, als in den Grüben der zwo gesammten Bezirke stehen wird, 4) DasWässer des Bezirkes nördlich zeevenhofen soll auf Amstellanäs - Busen aufgemahlenwerden, und zwar mit den schöpfmühlen i. 11. und m. Fig. a. Tab. Ö5.

$. 57. Die canäle oder Flüsse, welche in der Nähe eines wasserplatzes fliefsen,und dessen Busen ausmachen, müssen von diesem, mittelst schleusen, Deichen undden wachtttüiren der schöpfmühlen abgeschlossen seyn, wenn man einen wasser-platz austrocknen will; denn sonst würde ja das' wasser dieses Busens in den was-serplatz wieder zurückkehren. Die schleusen, welche z. b. Rheinlands-Busen (d.i.bey der Austrocknung von Nieucoop, die Aar und der Rhein ) von der NieucoopschenAustrocknung Tab. 65. Fig. a und b abschliefsen , sind unter andern die schleusen8. 12. 13 und 17. fig. a\ von Amstellands-Busen trennen sie aber die schleusen 1 0.Q. 2 4 und 3. und mehrere schleusen! So macht z. b, die schleuse Nro. in rig. a eineW'asserstrafse zwischen dem wasserplatz und der Aar, welche von den Torfschiffenbefahren wird, die aus dem nieucoopschen platz kommen, möglich.

Es ist also , wie der Leser leicht begreift, eine absolute Absonderung der sam-melbusen, worauf die Mühlen mahlen, von dem wasserplatz selbst, auch alsdannnöthig , wenn diese Busen hoch anlaufen. Folglich mufs ein solcher auszutrocknen-der Bezirk mit einem neich oder Damm, ( pdngdeich genannt; s. Fig, a. Tab. 65.)(holländisch Ringdyk), längs der cromen - Mydrecht, welcher ihn von dem Hauptbu-sen Tab. 65. trennt, umgeben seyn. Dieser Ringdeich wird aber nicht eher angelegt,bis die obersten Mühlen das wasser vier schuh erniedrigt haben, denn bis dahin istein Austreten des Hauptbusens nicht sehr zu fürchten, und man mufs doch diesenDeich auf einen trockenen Boden legen, wenn nicht die Kosten vermehrt werdensollen. Längs einem solchen Deiche wird binnenwärts ein Graben gemacht, welchernicht nur die neicherde hergeben mufs , sondern der auch das wasser auszieht, unddiesen nennen die Holländer Ringslot - Ringgraben. In dieser Austrocknung ist keinerprojectirt,, aber in der von senthuysen xab. 40. sehen wir einen solchen Ringgraben.

§. 58. Auch die Mahlbusen, worauf die Mühlen stehen, und mahlen, müssenvon Dämmen (Busendämme genannt) eingefafst seyn, ehe die Austrocknung gänzlichbewerkstelliget werden kann; denn das darin aufgemahlte wasser darf ja in den tie-fen Bezirk nicht zurücktreten. Zu gleicher zeit also, wenn die Schöpfmühlen ange-legt werden, mufs der Mahlbuseneingedämmt seyn, wie dieses Fig. a. Tab. 65. zeigt.

Damit das wasser aber aus diesen Mahlbusen in den Hauptbusen, von der obernaiühle ab, auf die leichteste Art, gefördert werden kann, mufs der eine so wie derandere Busen von unkraut und Modder gereinigt seyn, und einen ebenen Boden ha-ben. Auch müssen von dem Mahlbusen alle Queergräben durch Abdämmungen ab-geschlossen seyn, damit derselbe nicht darin hineintrete, und diese Abdämmungen,