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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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33 MÜfrlen mahlen das Binnenwasser auf die verschiedenen Busen, von wo es durchschleusen (alle auf den angeführten Karten Tab. 44. gezeichnet) in die siidersee ab-fiiefst. (Siehe den Bezirk westlich Medenblick auf Tab. 43. und Tab. 44.).

§. 76. Die vier polder von Noorder - coggcn, welche auf Tab. 43«, zwischen• Medenblick, Aardswoude und carspei liegen, haben 27 wurfradmühlen und verschie-dene Busen, als bey medenblick, worauf 14 wurfradmühlen stehen, aus deren Kolkoder Sammelteich das wasser durch drey schleusen in die südersee abfliefst. West-lich Medenblick Tab. 43. sind noch mehrere Schleusen und wurfradmühlen zu ähn-lichem Behuf: als da ist die coopershoorn-schleuse, die vor dem Dorfe namberscha -gen liegende schleuse, die wolle - nrah - und die Aardswouder - schleuse.

$. 77. Waterland, (siehe Tab. 42.) wozu man auch die rolder von wormeer'und purmeer zählt, und das am r, Amsterdam gegenüber, anfängt, und sich bis Mon«nikendam erstreckt, hat mehrere Auswässerungsschleusen, ohne die oben bey scher-meers- Busen angegebenen schleusen zu rechnen. So liegt z. b. südlich monnikendam(Tab. 42.) die Auswässerungs - schleuse von de poot ; ferner die sege- sluis , die Ruy-per - die Durgerdammer - die Nieuwendammer - und Buykslooter - schleusen. Diesedrey letztem schleusen liegen auf Tab. 41. , im nördlichen Deiche des v’s, beynaheAmsterdam gegenüber.

$. 78. Wir sehen also: dafs die Auswässerung von Nordholland , oder dessenWasserstaat, im Allgemeinen von dem Stande der Ebbe in der südersee und im Ye;insbesondere aber von dem guten zustande derjenigen Dämme, welche die verschie-denen Busen einschliefsen, so wie von der Reinigung und weite aller Wassergräben,Canäle und Busen; ferner von dem Effecte der schöpfinühlen, und endlich von derTüchtigkeit Und Wirksamkeit der längs der südersee und dem y gelegenen Auswäs-serungsschleusen und der Seedeiche, abhängt. Kurz dieser Innere - Wasserstaat stehtin genauer Verbindung mit den seedeichen, mit dem seeuferbau, mit den profil*gröfsen und Tiefen der zwo Meerbusen rexel und vliestrom (siehe i. ßd. 511. u. s. W.und Tab 45.) *). Deswegen müssen sich auch alle Hohen der Deiche und des bu«senwassers auf die gewöhnliche Fluth vor Amsterdam , d. i. auf den Amsterdamer-pegel beziehen.

§. 7Q. Nach dieser allgemeinen Analyse wird es nöthig seyn, die circulatiouvon schermeers - susenivasser näher zu erklären. Der Abflufs des Busenwassers vonschermeer nach der orofsen- schleuse , welche in dem nördlichen Seedeiche der zype(rab. 43.) liegt, erfolgt folgendermafsen: weil in den äufsern canälen (Graglen)der stadt Alkmaar , zu osten und westen, zwey steinerne stau-wehre (französisch

*) Erhöhet nämlich die durch diese Seemündungen einströmende rfuthmasse den Stand der Südersee, folg-lich auch des ife’s, so mUfsten augenblicklich die Auswässerungs - Anstalten Nordhollands leiden, weildie Schleusen nicht mehr das Wasser der Canäle ausfördern könnten.

II. Bd. 36