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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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seyn: diejenigen verbesserungs - Vorschläge mitzutheilen, welche die Landmesser l.den Bergen, Klaas de koos, a, d esmet, und Jan schwitzer, am Ende des Jahrs17QO entworfen haben. Diese drey deichkundigen Personen sagen:, die committir-ten Räthe von westfriesland (in ihrem Rapport an die Staaten vom 20. July 17Q2.)haben mit aller möglichen unpartheylichkeit, Aufmerksamkeit und Bescheidenheit, dennordhölländischen wasserstaat (darunter verstehen sie nur die zwo genannten Busen)untersucht. Diesen sachkundigen ihren Rapport will ich hier im Auszuge mittheilen,und einen zweyten von denen ihnen gemachten Einwürfen so wie von ihren fernemWiderlegungen.

Es war ihnen nämlich aufgetragen worden, zu untersuchen: l) ob die ordinä-ren Ebben vor der Grofsen-zyperschleuse niedriger, als vor den schleusen zu zaan-redam und Zu israuwerna (siehe rab. 41. Seite 275.) fallen. 2) Wie hoch das wasserin schermeers- und Raaxmaats-Busen über den Amsterdamer pegel, nach dem Effectder schöpfmühlen, aufgemahlen werden könne ? 5 ) Ob die Busen nicht achtzehn zoll

über dem Amsterdamer pegel gehalten werden dürfen ? 4) Welche Verbesserungen,

in Rücksicht der schleusen und Vertiefung der Ringgräben, Fahrten und canälen, an-geordnet werden müfsten ? 5) Zu welcher Hohe das Busenwasser zu bringen und zu

erhalten sey ? Ob man nämlich vermittelst einer hinreichenden Anzahl Streichmüh-len , die Busen nicht zu der nöthigen Hohe erhalten könne, wobey zugleich die un-tern Mühlen im Gange bleiben. Ob der schlechte wasserstaat durch die nöthigseyenden Streichmühlen verbessert seyn werde ? 6) Ob neue Nivellements nöthigwären ? Endlich sollten sie zeigen, dafs ihre Vorschläge dem Endzwecke entspre-chen würden, und die Gefahr vorlegen, worin die Polder und das Alte-Band ver-setzt würde, wenn das Busenwasser sie überströmte ; ob es nicht unverantwortlichgehandelt sey, wenige Kosten zu ersparen, um das Ganze dem verderben preis zugeben ?

Zugleich sollen die sachverständigen auch noch untersuchen: I) ob die ordinä-ren und sturmfluthen der Nordsee in der südersee sowohl, als im y, wegen der Er-weiterung der seemiindungen höher, als im xvu. Jahrhundert auflaufen? II) Obdurch das unmittelbare sinken der Binnendeiche und Lande, die Auswässerung durchdie seeschleusen, erschwert worden sey?

Auf diese zwo letzten Fragen antworten sie zuerst. Sie sagen: „ dafs an demAmsterdamer pegel, wie auch an dem pegel am Helder, keine Erhöhung der Fluthzu verspüren gewesen sey; dafs die alten und neuen Karten von den Inseln der sü-dersee es zeigten: wie die seemündungen weniger weit, als im xvn, Jahrhundertwären, „ Man wird ohne meine Erinnerung einsehen, dafs diese rragcn viel zu sehrim Allgemeinen beantwortet sind , und dafs man die Profile und die wassermengedes rluthstroms von den Mündungen kennen mufs , um sie genngthuend zu erörtern;und doch fehlen die Messungen der profile dieser seemündungen noch bis jetzt. Dafs sie