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räumen. 3) Wollen sie dreyzehn streichmiihlen von Raaxmaats-Busen, welche jetztauf sehermeers- ßusen aufstreichen, nach Aardswoude verlegen, und das gesammteRaaxmaats-Busenwasser auf einen einzigen sammelteich (holl, nolek) bey Aarswoudebringen. Also schcrmeers-Busen von derjenigen wassermasse, die gegenwärtig von13 Streichmühlen aus Raaxmaats-Busen darauf gemahlen wird, befreyen , weil beyAardswoude (Tab. 43.) auch die Auswässerung bey Nord - und Nordwestwinden stattfinden könne. Hier wäre dann, zu diesem zweck, die rlur der Geestmeer-Ambagt-schleuse drey Fufs zu erniedrigen und eine neue schleuse anzulegen, deren profil(unter dem Amsterdamer pegel) 144 Quadratschuh grofs seyri müfste. „
Das profil der Kleinen - zyperschleuse wollen sie um das Doppelte vergröfsert,und die Kammer oder den Boden der Grofsen - schleuse vor der zype, so wie ihrennach den waard-Gronden oder Gorsen in die südersee führenden canal, der das aus-sentief dieser schleuse bildet, tiefer gelegt wissen. Wenn das setzen von streich-mühlen von Nutzen seyn soll, so seyen auf schermeers - Busenwasser allein, für 1Ö3Wurfradmühlen, vierzig streichmiihlen erforderlich. Jede Streichmühle schlagen .siezu 1400 fl, an, also 40 zu 5Ö000 fl. ; die jährlichen Unterhaltungskosten einer je-den Mühle rechnen sie zu 400 fl., folglich alle zu 10000 fl, jährlich. Der Nutzendieser vierzig streichmühlen würde also der Auslage bey weitem nicht entsprechen;zumahl, da alsdann die Altenlands - Binnendeiche (des hohem Wasserstandes der In-nern -canäle wegen) an vielen stellen erhöht und verstärkt werden müfsten. Sie be-haupten auch: dafs wegen dem Durchsikern des wassers durch die Busendämme;und weil es hie und da von starken winden aufgetrieben würde, es nicht möglichsey, das Aufmahlen des wassers zu einer bestimmten Hohe festzusetzen. „
Wenn dies letztere gleich gegründet ist, so können dergleichen Bestimmungensich nur auf den stand des wassers, wenn es nicht von winden aufgetrieben ist,beziehen; aber die Hohe der Dämme mufs den höchsten wmsserstand übertreffen.
Nachdem sie ihre Sätze bewiesen zu haben glaubten, so sagen sie: „ es ist al-so noch zu fragen, i) ob das hohe Aufmahlen des Busenwassers für die Auswässe-rung, durch die seeschleusen, nützlich und nöthig ist? 2) Ob nicht erwiesen sey,dafs die ordinäre Fluth zur Auswässerung geschickt geblieben ? 3) Ob in den Busen
von zeit zu zeit die wasserhöhe höher geworden sey; als die Anschlämmung vonverfaulten stoffen und anderm Material nothwendig gemacht habe?„ Eine Anschläm-mung, die auch natürlich aus der verringerten Geschwindigkeit des wassers in denCanälen erfolgen mufste. Indem sie nun den ersten und zweyten punct für erwiesenannahmen, mochten sie es sich nicht vorstellen, dafs der Busen durch irgend eineandere Ursache hätte erhöht werden können; auch setzten sie fest: „dafs die Alten-und Neuen - tande (die letztem sind die Polder ) ssnimt ihren Deichen sinken, alswodurch die Busenwasser gegen dieselben, von zeit zu zeit höher werden, undmehr wasser durchsickern lassen. In diesem Betracht könne das Aufinahlen zu ei-: ner bestimmten Hohe, eher einen allgemeinen schaden, als vortheile bewirken.“