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Polder von zoetemeer und wassenaar auf Delflands - Busen aus, ob sie gleich inRheinland liegen. Auch tragen die zwischen Amstellands - und Rheinlands - Busenliegenden Dörfer nichts zu Rheinlands Deichs - und schleusenlasten bey. Diese Dörfersind Kudelstaart, Kalslage, zevenhoven und Nieuwe-veen. Sie liegen alle am südli-chen ufer des Haarlemmer - Meeres auf xab. 41.
§. 95. Die zur correction der Auswässerung von Rheinland gemachten Vorschlä-ge haben zur Absicht: l) die Erniedrigung der Ebben des v’s ; 2) die Anlegung derneuen schleusen bey Halfwege oder 3) die Führung eines neuen Auswässerungs-canals mit einer grofsen auswässernden schleuse in die Nordsee bey Katwyk. Vor-schläge , womit man entweder die Auswässerung verbessern oder zugleich grofseBezirke trocken legen wollte, zu welcher letztem Absicht auch die Anlage von schöpf-maschinen nothwendig gewesen wäre.
Es ist einleuchtend, dafs bey der Auswässerung in das y (rab. 41.) die Gröfseder Seemündungen vlie , rexel und maarsdiep (xab. 45.) und die übrigen seemiin-dungen (s. 1 . b. s. 511.) einen wesentlichen F-influfs haben, denn je gröfser ihreProfile sind , desto beträchtlicher mufs die wassermenge seyn , die die rluth durchsie führt , desto höher müssen also auch die Fluthen in der s 'üdersee , folglich auchim v steigen, desto länger müssen sie dauern , und desto weniger werden auch dieEbben im y fallen. Eine hohe sturmfluth kann demnach eine totale Veränderungin den wasserstaat von Rheinland , Amstelland und Nordholland hervorbringen, unddas ist doch in der xhat eine precaire Existenz ! Ja , die Auswässerung von Rhein-land war auch noch vor zwölf .Jahren so mangelhaft , dafs das Wasser, welchesnicht entlastet werden kann, sich über die niedrigen wiesen verbreitete. Zu diesermangelhaften Auswässerung hat nicht nur der bey spaarndam liegende slaaper deich(t. 41.) viel beygetragen, wie im 1 . b. s. 422. u. s. w. erwiesen ist, sondern auchdie erfolgte Erhöhung des Bettes der Goudaischen - yssel. (rab. 40.) Am Ende desxvi. Jahrhunderts erhielten nämlich mehrere Polder, die vorher auf diesen Flufs aus-wässerten , die srlaubnifs , auf Rheinlands - Busen auszuwässern. Bereits früher i. J.1363 ertheilte der Herzog Albrecht von Baiern dem stifte Utrecht und der waterschapvon woerden die Erlaubnifs: einen xheil ihres Binnenwassers durch eine bey spaarndamzu erbauende schleuse in das y zu führen ; also war schon hiedurch Rheinlands-Busenmit fremdes wmsser beschwert worden ! Auch hat die Oberfläche des HHarlemmer-iüeeresimmer an Höhe zügenommen, und man ist defswegen genöthigt gewesen , kostbareuferbaue anzulegen (s. I. b. s. 53Ö.), und den iuflufs des Wassers nach den schleu-sen bey spaarndam erstlich durch zwey schützen i. J. 1580 , und in der neuestenzeit durch eine Kammerschleuse beym penningsveer zu befördern. Das wasser desHaarlemmer - Meeres fliefst nämlich, beym niedrigen Stande des r’s , durch die Liede,worin zwey steinerne schützschleusen liegen, nach dem penningsveer. Endlich istRheinlands wasserstaat dadurch verschlimmert worden, dafs Nordholland längs dem y