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schreiben dürfe, sondern wie gesagt, auch dem umstand: dafs stets mehrere vorden Hauptdämmen des y’s gelegene Bezirke mit sommerdämmen umgeben wurden,und so diese Bezirke gegen die gewöhnlichen Fluthen beschützten , mithin die Aus-wässerung von Rheinlands - Busen erschwerten, und endlich der Zunahme des Haar-lemmer - Meeres !
Demnach ist es nicht allein das gewöhnlich in Rheinlands - Busen stehende Was-ser , sondern auch das Schnee- und Regenwasser, welches sich darin sammelt, undendlich das über den slaaperdeich aus dem v zuweilen überstürzende wasser(s. i. b. s. 442.) , welches alles durch diese schleusen von spaarndam und nalfwegeausfliefsen mufste.
Auf der andern Seite ist es aber höchst wahrscheinlich : dafs die Oberfläche desy’s seitdem höher gestiegen ist, als dessen communication mit den nordholländischenBinnenmeeren , mittelst Dämmen und schleusen , aufgehoben wurde. *) Diese cora-inunication mufste nämlich in dem y einen lebhaftem Strom hervorbringen, unddie Aufschlickung von dessen Bett verhindern. Sie bot dem rluthstrome selbst keinHindernifs dar, welches ihm jetzt die ufer und Deiche sind, vor denen die gewoogteund strömende Oberfläche des y’s höher steigen mufs, als in dem ehemaligen freyenund ausgedehnten Wasserbecken des y’s und der demselben nahe liegenden Meeren,Hiezu kömmt noch, dafs des y’s rluthprofil bey Amsterdam frühzeitig in festen Gren-zen eingeschlossen war, wovon die darin aus der südersee eintretende wassermengegröfstentheils abhieng, die in jenen Meeren aber nachher keinen Abflufs fand, sonderngegen die Dämme , welche Nordholland und das Haarlemmer - Meer vom y trennen,emporstieg,
§. 96 . Nachdem nun angenommen ist: dafs die Oberfläche des r’s sich erhöhethat, so war es nöthig, dieselbe zu erniedrigen, um die Auswässerung von Rheinland ,welche bey des y’s niedrigen Stande, vermittelst der schleusen zu Spaarndam undnalfwege, geschieht, zu verbessern. Es ward also vorgeschlagen: 1 .) vom wykermeer(xab. 41.) bis zur Nordsee einen canal zu führen, darin nicht weit von der Nord-see , eine schleuse, gegen die hohen Fluthen, zu erbauen. Um dieses project zuprüfen, wird es nöthig seyn: den y Strom in zwey Rücksichten zu betrachten.
1) Bey einer vollkommenen windstille, sowohl im y als auf der Nord- und südersee.
2) Beym sturm. Bey jener konnte allerdings von der Durchgrabung einige Ent-lastung des r’s (Senkung der Oberfläche) erwartet werden, wenn ihre Profile so grofswären, dafs sie eine wassermenge abführen, welche diejenige übertrilft, die durchdie Fluthmündung des r’s — dem pampus — (wegen der durch diese communica-tion nach der Nordsee in ihr vermehrten Geschwindigkeit) einströmt. Dies wäre derFall, wenn es im y fluthet! Erwägt man aber, dafs die Fluthen in der Nordsee
*) Eickelenberg gesteltheit van Westvriesland p. Io, etc.