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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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Dagegen sollten sie aber die Deiche wieder herst^len lassen, und den aus einemvon der Durchgrabung entstandenen Grundbruch bewirkten schaden vergüten , so wieauch die Nachtheile einer Inondation, die durch sturmfluthen in die oeffnungeneindringen können.

§. 114. Nie war indessen vorher die ueberschwemmung dieser Lande so schreck-lich gewesen, als 17Q5, wo man der militärischen vertheidigung wegen, mehrereEinschnitte in den Dämmen gemacht hatte. Der wohlfahrtsausschufs hielt sich alsoverpflichtet, von sachverständigen das cocal untersuchen und Vorschläge machen zulassen. Der General - Inspector Brünings wählte dazu die Landmesser Conrad undEngelmann. Sie beobachteten nach dem Stande der Inondation die Lage der Lände-reyen und Deiche. Hiernach erstatteten sie über die- Abzapfung dieser ueberschwem-mungen , einen Belicht, den ich mitzutheilen für nöthig finde.

Sie sagen i „ das wasser, welches an drey verschiedenen stellen durch dieneichbrüche bey nedykhuysen strömte, wurde gröfstentheils durch den im nerbst1794 in dem Deiche des rorts voeveren, zur vertheidigung, gemachten Einschnittesund durch drey Deichbrüche unterhalb nreunen , abgeführt. Das wasser würde -da-her nach dem Biesbosch'abgeflossen seyn, hätten die Sommerdeiche, wie z. b. dienagoortsche - nade e f g (xab. 3Q.) , und mehrere Deiche nicht Eisdämme formirt,welche den Abflufs des wassers hemmten. Dasselbe erreichte auch eine Höhe überden seedeich hinaus. Ja es zerrifs den priemen - neich! Die Inondation bahnte sichauch wege, bey sleuwyk durch den Deich, nach der Meerwede, nach dem Eiesboschdurch den uppelschen seedeich, und von da durch mehrere Deich - Einschnitte , dieder militärischen vertheidigung wegen in den vorvoornschen - neich gemacht waren.Ferner flofs es in den sakkerkiel, so wie auch durch die schleusen Nro. l. 2. 3. 4.5 u. 6 . (t. 39.), so wie durch die Meuwenschen und missehschen schleusen, das Binnen-wasser , ab. Indessen waren alle diese in den Deichen entstandenen oder gemachtenOeffnungen nicht hinreichend, um die hohe Inondation bis zur Saatzeit abzuleiten :daher liefsen die verschiedenen neieh-collegien, in dem zwischen werkendamm und Dron-gelen gelegenen seedeiche, noch fünfzehn Durchgrabungen machen. Anfangs wurdendiese Arbeiten durch den prost verzögert, und dann durch das schnelle anwachsendeüber die Deiche selbst hinstürzende w*asser gänzlich unterbrochen; zuletzt, als manwieder arbeiten konnte , sind acht Durchgrabungen des seedeiches vollendet worden.Mit diesen und den schleusen bewerkstelligte man endlich die gewünschte Ableitungder Inondation. Die Mängel, welche bey diesen Maafsregeln statt fanden, sind fol-gende: a) Es waren die Durchgrabungen in den Deichen nicht tief genug gemacht;b) in den seedeichen waren deren zu viele — und die mehresten an solchen stel-len , vor denen hohes Aussendeichs - Land lag , welches dem Ablauf des wassers hin-derlich war. Als die Deichbrüche am 4ten und Qten April 1795 zugedammt waren,wäre es nöthig gewesen: die Binnendeiche zu öffnen, um das Land vom wasser zu