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befreyen, aber das sich durchkreutzende Interesse der Deichs-communen machte jedezweckmäfsige Anstalt zur Entwässerung rückgängig — und üb erliefs diese der lang-samen Wirkung der schleusen so wie der der engen canäle.
Sie konnte schon deswegen nicht bewerkstelligt werden, weil die bey den Dör-fern Dussen und Ganswyk liegenden und auf Tab. 3 g. angedeuteten sieben wurfrad-mühlen , von dem Eise ganz unbrauchbar geworden waren, welche das wasser inden Canal hätten heben können. Von diesen Mühlen Stehen in den Bann vor Dussenzwey, in dem von Duyl zwey, in dem von Hill zwey, und in dem Bann von Gans-wyk eine. Alle Anstalten, die die genannten commissarien zur Entwässerung derLande von Altena und Heusden treffen konnten , bestanden daher in folgenden.
1 . War man mit dem .Deichcollegium des Neuen Dussenschen Polders überein-gekommen, von dem Busen und den schleusen dieses Bezirkes, Gebrauch zu machen,um das wasser durch die Koornsche schleuse und durch verschiedene Durchgrabungendesjenigen Deiches welcher den Dussenschen polder vom Lande von Altena trennt,abzulassen. Die Abzapfung des Wassers konnte aber auf diese weise, binnen dreyMonathen, nicht bewerkstelligt werden: weil die seeschleusen, während der Fluth,zugehalten werden mufsten. Das ist doch in der That ein trauriges Ereignifs , undes ist unerklärbar, dafs man in Holland , wo die Existenz des Landes von den Was-serbauanstalten abhängt, noch solche unzureichende Mittel anwenden, so viele kost-bare und mannigfaltige Anstalten sieht, um das wasser abzuzapfen, und diejenigennicht an trifft, welehe die ueberschwemmungen verhindern können, das sind diecorrectionen der Maas , Meerwede und waal, wovon im lsten Bande gehandelt ist.Die genannten sachverständigen untersuchen nun: die Art und weise., wie in derZukunft die hohen Inondationen aus dem Lande von Altena und neusden abgezapftwerden müssen. Indem sie den alten Binnendeich , von der werkenschen - schleusean, bis'zum Anschlufs des Neuen - Dussensehen seedeichs für das gröfste Hindernifs,des Abflusses , betrachten : so halten sie mehrere Durchgrabungen dieses Deiches fürnöthig. Zu gleicher Absicht wollen sie Durchstiche in dem Aussendeich gemachtwissen, so wie auch in den Busendämmen, damit das wasser schleunigst fallen möge.Alle diese Durchgrabungen sollten im voraus gemacht, mit Sand gefüllt, und überdiesen mit soden oder guter Erde, zwey rufs dick, belegt seyn. Diese HÜlföffnun-g§n sollten, nach denen bey der ueberschwemmung gemachten Beobachtungen inden niedrigsten Bezirken des Landes , also in dem Binnendeich bey Nro. 1 . 2 . 3 *4 und 5. Tab. 39. gemacht werden. Sie bestimmen die gröfsten zu 480, und diekleinsten zu 96 schuh. Ferner. schlagen sie vor: wenn ein Deichbruch oberhalbneusden vorfallen sollte, den Deich beym Fort Doveren (bey Nro. 1. rab. 3 Q-) auf140 Fufs Länge durchzugraben, so wie auch den polderdamm bey Elshout auf 60 schuh ;ferner sollten in dem Aussendeich des Neuen-Dussenschen Polders (bey Nro 11. m u. iv.Tab. 39.) HÜlföffnungen, jede von 12 schuh , kommen. Die polderdämme sollten