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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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higlern bis caprun, auf eine Länge von 3235 wiener - Klafter, fortgesetzt. Manbestimmte die Breite der Flufsbahn (in der Landessprache Furth ) zu 96 schuh, undgab jeder uferbewallung, d. i. , dem nammrechte, zwölf rufs Breite. Zur Ersparungder Kosten, wozu der Bischof 4200 fl., die Gerichte zell und rachsenbach 800 fl.hergaben, waren zwey Gräben in der neuen nirectionslinie, jeder zu sechs schuh breit, ausgehoben, und so erwartete man von dem Strome selbst die rormirung sei-nes nettes. Diese Profile waren natürlich zu hlein , und mochten auch nicht hinrei-chend tief ausgehoben seyn, so dafs über diese Unternehmung im Jahre 1572 Kla-gen entstanden, und die Erweiterung des canals so wie die Versicherung seiner ufer,vorgenommen wurde. Im Jahre 158Ö erhöhte man den von Bruck nach zell führen-den weg , den ich die Dammstrasse (siehe die Karte Tab. 103.) nenne. Die neueLeitung der Salzach wurde nun auch im ober - pinzgau bis bey Bramberg , von denGrundeignern, fortgesetzt, und es ist daher wahrscheinlich , dafs sie unter Bramberg bis stuhlfelden , so wie zwischen piesendorf und Niedersill früher zu Stande gekom-men war. Hier bestimmte man die Breite des Bettes der salzach zu vier und achtzigschuh , und an jeder Seite ein Damm - oder uferrecht von zwölf schuh.

Bey allen diesen neuen Flufsleitungen, die in der Landessprache ueberwerfungenoder veberführangen der Achen (des Flusses) genannt werden, wurde zur Ursachedie Erhöhung des salzachbettes , der Austritt von den Hochgewässern sowohl auf dierlufsgegend als in dem zeller-see, angegeben. 2) Wurde das alte verlassene Flufsbett(alte Achlürth) und die rrey- oder Gemeindeplätze unter Diejenigen als Entschädigungvertheilt, welche ihre Grundstücke zum neuen Flufsbett hergegeben hatten. 3) jftfufs-ten die Angrenzer die ufer mit sauten schützen, und die uferbauten und Dämme,rerwerkungen genannt, erhalten , ausser längs Gemeindeplätzen, wo die Gemeindenihre Unterhaltung besorgten. Den linkseitigen Damm- und uferbau, von der Mair-Einöden-Briicke bis Bruck, mufste das Gericht caprun zu xachsenbach Mittersill und Lichtenberg zu übernehmen. Noch jetzt mufs zell, welches zu dem ersten Ge-richte gehörte , gröfstentheils diesen Damm - und uferbau besorgen! In diesem zeit-raume, d. i., in der Mitte des sechszehnten Jahrhunderts, wurde auch der von Bruckvon der salzach in den zeller - see gehende Graben, der zeller - Graben genannt,aufgeräumt, und gegen den Einsturz mit pfähl - und Buschwerk gesichert. Dochich komme jetzt zu dem gegenwärtigen zustande dieser Versumpfungen und zu denVorschlägen, welche ich im october 1811 entworfen, und durch die genaueste Local-untersuclmng begründet habe.

$• 124. Das eine halbe stunde breite Pinzgauthal bietet wenigstens einen aussümpfen bestehenden-Flächenraum von 10,000 Tagwerken dar. Rechnet man, dafsdie Arnelioration oder Austrocknung derselben , das Tagwerk nur um 120 fl. verbes-sert, so erhält man eine summe von einer Million zweymal hundert zehn tausendGulden, um welche das Grundeigenthum erhöhet oder verbessert werden kann £*