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Entwässerung bewirkt werden, wie die Nivellements zeigen. Die Neigung des Land-grabens — welche jetzt sich zur Länge verhält wie 1 : 3 530 , 1 : 2Ö23, nämlich inden stellen, die unter den Erhöhungen seines Bettes liegen, und in andern, inson-derheit oberhalb der Mühle —■ oder dieser wasserkehrungen —- wie 1 : 847Q, undwie 1 : 10090 — wird sich alsdann durchaus, beym niedrigen Rhein , zu der Längewie 1 : 3803 verhalten. So wird also auch die Geschwindigkeit vermehrt werden,denn jetzt wird der Abflufs von den unregelmäfsigkeiten des Bettes und dem Schlamm-boden sehr gehemmt: daher beträgt die Geschwindigkeit, selbst bey den nicht ge-ringem Abhange, der -3-/25 der Länge beträgt, nur 6/5 Zoll in der secunde. Istder Landgraben erst regulirt, dann lassen sich alle nöthigen kleinen auf Tab. k. mitpunctirten Linien angegebenen Abzugsgräben, wozu die Gräben 18. und 20. gehören,und auch die Bewässerungsgräben *) anlegen; dann lassen sich alle vortheile ausdiesem grofsen Landesbezirke ziehen , welche die Fruchtbarkeit des Bodens nnd dastreffliche clima darbiethen ; vortheile, welche unter der jetzigen Regierung nochentstehen können.
Auch kann dann der Landgraben, von der wolfskehler - Brücke bis zum Rhein als schijfahrtscanal gebraucht werden , und zwar ohne alle schleusen ; wahrlich einnicht geringer vortheil, besonders wegen den Transport des Bau - und Brennholzesnach dem Rhein .
II.
Die Austrocknung der Versumpfungen im pinzgau . Siehe den plan Fig. 1. Tab. 105.
$. 123 . Das im ehemaligen salzburgischen, jetzt im Salzachkreise des Königreichssaiern gelegene pinzgauthal , welches die salzach auf zwölf stunden durchströmt,War noch im fünfzehnten Jahrhundert gröfstentheils sumpf, weil die salzach , durchihren krummen Lauf und bey der hohen Lage ihres Bettes, und die darin sichergiessenden wildbäche, es überschwemmten. Erst im Jahre 1540 unternahm esder Erzbischof Ernst, Herzog von saiern: der salzach ein neues Bett (von caprunbis Bruck ) zu geben. **) Nachher 1566 und 156? wurde diese neue Leitung auf-wärts , nämlich ohnweit dem Dorfe walchern , das ist, von der sogenannten Höhe
*) Die Bewässerung kann von dem Sandbach bey Nr. Io. durch den auf Tab, k, mit doppelt punctirtenLinien angegebenen Haupt-Bewässerungsgraben bewerkstelligt werden. Dieser oraben kann gehen vonKr. 10, nach n,, bey 6 , Uber den Landgraben, und dann nach i5. und 14 , ein anderer Ast von Nr. II.pach o. in den Landgraben. Uebrigens führt der Sandbach ein trefflich düngendes Wasser, Laub undLrde, Zuweilen bringt er auch Sand, und damit kann man die Sumpfbezirke von oriefsheim anschläm-men, das ist, erhöhen, Bezirke, die späterhin mit Hülfe der Bewässerung zu den besten Wiesen umge-staltet Werden können 1
•*) Man sehe die interessante historisch und staatswirthschaftliche Schrift übet' den Strassen- und Wasser-bau und die Bodencultur in Salzburg igio von Koch - SUvnfild,