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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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durch ein Stromprofil des obern rlufsbezirkes, in der secunde abfliefst, je nach derGröfse der Profile des untern plufsbezirkes und der vermehrten Geschwindigkeit,vergröfsert wird, (siehe i. b. s. 40., 72 und 200.), folglich die Salzach schneller,als jetzt, strömen mufs, sobald die bey Gries aus Felsen und steinen bestehendeErhöhung des Bettes fortgeschafft, und der den Lauf der Salzach hemmende scheid-moosgraben von der Salzach weiter abwärts als jetzt getrennt seyn wird, so müssenhier folgende Maafsregeln in Anwendung kommen.

Es müssen l) die Felsmassen und steine aus dem Flufsbezirke bey Gries auf eineLänge von 1200 schuh so tief ausgehoben werden, dafs das Bett des Flusses in seinemregelmäfsigen oder hydrotechnischen Abhange zu liegen kömmt. (Siehe I. b. s. 20.)2) Mufs die Erweiterung der Flufsbahn von der Salzach bey Gries bis zu einer Breitevon 110 schuh , und zwar auf der rechten Seite bewerkstelliget werden, weil diesesdie weite der regulären Flufsbahn ist. 3) Ist der wildbach scheidmoosgraben , da-mit das von demselben abgeführte steingerölle vermöge seiner spitzwinkligten Verei-nigung mit der Salzach von dieser letztem fortgeführt werde, abwärts um einigehundert schuh zu verlängern. 4) Um den Eintritt des durch diesen wildbach her-abgeführten Steingerölles in dem Flufsbezirke der salzach bey Gries, folglich die Er-höhung desselben auch in Zukunft zu verhindern, so mufs eine Steinverdammung vonder Grieser - Brücke an bis zur neuen Ausmündung des wildbaches, zwischen demsel-ben und der salzach , dergestalt aufgeführt werden, dafs sie wenigstens drey schuh über die Hochgewässer des wildbaches emporrage. Dieses separationswerk kannvon denen, aus dem salzachflufs bey Gries aufzubebenden Steinmassen aufgeführtwerden. 5) Gleich oberhalb der Brücke bey Gries erweitert sich das rlufsbett auf180 Schuh, folglich ist dasselbe (siehe §. 124.) um 70 schuh zu weit. Es wird also,nach der Lehre der Hydrometrie , die Geschwindigkeit des Stromes oder das vermö-gen , womit er das Flufsbett austiefet, geschwächt; folglich mufs hier ein Bauwerkin die Flufsbahn selbst auf eine Länge von 310 schuh, dem höchsten wasserstandegleich , gelegt werden, damit es zugleich das Dorf Gries gegen die nochgewässerbeschütze. S. i. b. s. 566. Dieses Bauwerk bestehe aus einem Faschinenbau, undwerde mit grofsen steinen bedeckt.

§. 128. Eben die oben angeführten Nachtheile, welche bey der Ausmündung deswildbaches (des scheidmoosgraben) statt finden, treffen wir auch bey den wildbächenKendlergraben (Nr. 7.) , *) KÜhlgraben (Nr. 8.) und Bruckbach (Nro. 10.) auf demrechtseitigen ufer der salzach , bey dem st. Georgi - Graben (Nr. Q. der Karte) undHausgraben (Nr. 11.), auf dem linkseitigen ufer dieses Flusses an. Es müssen daher1) die Mündungen dieser wildbäche unter einem spitzen Winkel mit der salzachvereiniget, und die erstem drey Bäche müssen, vermittelst Steinverdammungen, vondiesem Flusse getrennt werden. Die Mündungen, der zwey linkseitigen wildbäche

*) Diese Wildbäche sind auf der Karte Tab. io3, mit eben diesen Numern bezeichnet.