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jetzt zu den Vorkehrungen, wodurch die Trockenlegung der sümpfe des rinzgau-Thales bewerkstelligt werden können, übergehen; zuvor aber noch bemerken : dafsvon -Bruck bis zum norfe Gries die Geschwindigkeit der Salzach noch mehr abnimmt,bis sie endlich oberhalb Gries kaum 2 f schuh beträgt, wiewohl dieselbe unterhalbgleich um das Dreyfache zunimmt,
$. 12Ö. Die Ursachen der Versumpfung des pinzgau -Thales bestehen daher ausserdenen in den folgenden §§. angeführten.
1) In der hohen rage der salzach bey dem Dorfe Gries; denn hier liegen dieFelsmassen sechs bis acht schuh über den regelmäfsigen (hydrotechnischen) Abhangdes Bettes , bey welchem die gröfste Geschwindigkeit des Stromes statt findet. (Siehej. Band. s. 20 und 210.)
2) In der profilenge der Salzach hey Gries, wo das Stromprofil nur eine Breitevon fünf und siebenzig schuh hat, wiewohl die Breite des Flusses in den stellen derregelmäfsigen Bahn, d. i., zwischen parallelen und geraden ufern Einhundert undzehn sehuh mifst. Dieser enge aus Felsen und einzelnen grofsen Steinmassen beste-hende Flufsbezirk, und dessen hohe nage, haben demnach wesentlich dazu beyge-tragen: dafs die Geschwindigkeit des Flusses oberhalb, dergestalt verringert, unddie Oberfläche zugleich erhöhet wurde, so dafs die Salzach sich stets über ihre uferergofs, und auch ihr Gewässer, unterirdisch, in die tief liegenden sumpfbezirkeeintrat, worin sich also das wasser vermehrte, und daher sich immer weiter aus-breitete , und stets höher emporstieg.
3) Mündet sich der dem Dorfe Gries gegenüber liegende wildbach, scheidmoos-graben *), unter einem rechten Winkel in die salzach , und dieser wildbach führtso viel grofses steingerölle und uies in den Salzachflufs, dafs dessen Bett stets höheremporsteigt. **) Auf diese weise wird die Geschwindigkeit des Stromes von derSalzach oberhalb Gries dergestalt geschwächt, so dafs sie nur 2 schuh 6 zoll in dersecunde beträgt, wiewohl dieselbe in den Flufsbezirk gleich oberhalb Bruck bis5 Fufs , und weiter aufwärts gegen Mittersill , fünf bis sechs schuh ausmacht; aberauch hier gröfser seyn würde, wenn das Flufsbett einen regelmäfsigen Abhang hätte.(I. b. s. 71 und 112.)
§. 127. Da nun die Geschwindigkeit oder das vermögen , womit der Strom dievon oben herab kommenden Materialien foi’twälzen, und das Bett der salzach ver-tiefen soll (um das wasser der Sumpfbezirke aufzunehmen und fortzuführen) , inden obern Flufsgegenden vermehrt werden mufs, da ferner die wassermasse, welche
*) Derselbe ist auf der Karte Tab. io3. mit nr. 5, bezeichnet, und ich habe zur Ersparung des Raumesauf dieser Karte auch die übrigen Wildbäche blos mit numern bezeichnen lassen. Von den wichtigstenWildbächen findet der Leser in dem Texte die Benennungen,
*’) Also würde die Wegnahme der in dem SalzachHusse bey cries liegenden reisen bey weitem nichtso viel nutzen, wenn man die Ablenkung dieses Wildbaches unterlassen wollte!