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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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Die erste Methode ist im pinzgauthal nicht anzuwenden, weil die Gebirgswässeraus den Gletschern kommen, und die Hochgewässer zu lange in den Sumpf - undWiesenbezirken stehen bleiben müssen, folglich auch noch dadurch die guten wie-sen in sümpfe verwandeln würden. Die zweyte Methode würde Millionen kosten.Es bleibt daher die dritte übrig. Die Aushebung der auf der Karte (Tab. 103.) mitruncten bezeichneten Austrocknungs - und Entwässerungs - canäle sind dergestalt ge-zogen : dafs sie den möglich gröfsten und in Beziehung auf die tage des salzach -bettes hinreichenden Abhang erhalten, mithin die sumpfgewässer aus den Morästenausziehen, und in den salzachflufs einführen. Einige davon , wie z. b. der Grabenuro. ii., führen nur die Berggewässer, welche sieb über die wiesen ergiefsen, undsolche verderben, ab s. §. 132.j andere sind allein zur Austrocknung der sümpfebestimmt.

Einige nehmen zugleich das Wasser und Material der wildbäche auf, und ver-bessern so die sehr schädliche rechtwinklichte Vereinigung dieser wildbäche mit derSalzach.

Da der untere Theil des zeller - Canals, zwischen Fischhorn und Bruck , nichtBreite genug hat (s. §. 130.), um das Wasser der Gräben Nro. i. in. und xiv. ab-zuführen , so ist für dasselbe ein eigener canal parallel mit dem Ende desselbenvon g bis oberhalb dem Dorfe Bruck auszuheben.

Die Länge dieser sämmtlicken canäle von Steinbach bis Bruck , das ist, in demganzen pinzgauthal, beträgt 35021 -/o Klafter, der cubikraum 33197 ~ Cubikklafter.Sie sind in drey classen getheilt, und die Aushebungskosten betragen 17254 fl. 42 kr.Die erstere classe soll nämlich eine obere Breite von 14, die mittlere von 9, unddie letztere von 6 schuh erhalten; ihre mittlere Tiefe soll fünf schuh betragen. Allediese Gräben sind, bey meinem Entwürfe, so gezogen und so weit in die Salzachund dem zeller - canal abwärts geführt worden , dafs sie in Beziehung der Lage desSumpfwassers und der hydrotechnisch regulären Neigung (siehe 1 . b. s. 20.), vonder Salzach einen solchen Abhang erhalten , bey dem sie das Sumpfwasser äbleitenkönnen'.

§. 141. In so fern einige wildbäche viel grobes Material in den salzachflufsführen, und die von ihnen ausgeworfenen schuttkegel, fruchtbare Fluren (z. b. beyMittersill ) überschütten, so müssen in den Thälern , woraus sie hervortreten solcheaus Balkenwänden oder Felsmassen anzulegende Thalsperren , die ihren Lauf brechenund das Material zurück halten, (s. s. 242. und 1 . b. s. 221.) angelegt werden.

§. 142. Sollte es in der Folge, wegen der niedrigen Lage einiger sümpfe, noth-wendig werden, das feine Material des Salzachflusses (oberhalb dem capruner - Bach)in die sümpfe auf einige zeit einzulassen, so kann man in dem einen oder andernDamm dieses Flusses einen aus Balkenwänden bestehenden mit Balken zuzulegendenEinschnittes. §. 44.) machen.