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Daher kömmt es denn, dafs der salzaehflufs oberhalb dem capruner - Bach vielfeines, aber wenig grobes Material mitführt; es ist sonach die Vertiefung ihres Bettesvon den vorgeschlagenen Maafsregeln zuverläfsig zu erwarten.
$. 138. Ausser der Räumung des Flusses bey Gries, wovon bereits im §. 127.gesprochen worden ist, ist daher nur eine einzige stelle — unterhalb mederSill ander mimersdorfer - Brücke, wo grofse steine liegen, die das Flufsbett erhöhen, unddie Herabrollnng des übrigen Materials stören — mit Maschinen zu vertiefen. Dieübrige Vertiefung des rlufsbettes kann der Ingenieur dem Angriff des zwischen denDämmen einzuschränkenden und auf die bestimmte Breite zu regulirenden Stromes,überlassen, weil derselbe schon jetzt eine bedeutende Geschwindigkeit (§. 12Ö.) hat,und dann mag derselbe, bey mittlern wasserständen, den sandpflug oder grofsedurch das Bett (mit rferden) zu schleppende Anker, zu Hülfe nehmen, um den Grundaufzulockern.
§. 139. Ein anderes Hindernifs , welches jetzt die Geschwindigkeit der Hochge-wässer von der salzach schwächt, und das Flufsmaterial zurück hält, „besteht in denengen Jochfeldern der auf diesen Flufs stehenden Brücken. Vor den Jochen legtsich nämlich Strauchwerk, und die Joche selbst erheben die Oberfläche des Stromes,indem sie eine Störung seines Laufes verursachen, treiben ihn daher seitwärts überseine ufer, und sind sonach eine mitwirkende Ursache der ueberschwemmungen.Die Joche dieser Brücken sollten also wenigstens auf 40 schuh Entfernung stehen.Einige Gemeinden werden nicht vermögend seyn, sogleich die Veränderung dieserBrücken zu bewerkstelligen : es wird daher denselben ein seytrag zu geben seyn.
$. 140. Sumpfbezirke, die niedriger als die Oberfläche des längs demselbenströmenden Flusses liegen, können auf dreyerley weise ausgetrocknet werden :a) wenn der Hauptstrom sehr viel fettes Material führt, sein wasser nicht überKalkfelsen, noch aus Gletschern oder Moorgegenden kömmt, folglich eine düngendeKraft besitzt, und derselbe dergestalt in die Sumpfbezirke geführt werden kann,dafs er einen Bodensatz absetzt, so mag man die Austrocknung vermittelst Anschläm-mung bewerkstelligen, wie dieses im §. 36. gelehrt ist; b) die Austrocknung kanndurch schöpfmaschinen, und endlich c) durch Austrocknungs - canäle, denen maneine solche Länge geben mufs, damit sie von dem sumpfbezirke angereclmet, biszu ihrer Ausmiindung in den Recipienten oder dem Hauptflufs, einen hinreichendenAbflufs erhalten, und die Sumpfgewässer nicht nur allein in diesen Flufs führen,sondern auch aus dem sumpfbezirke selbst abziehen, d. i., an sich schlürfen.
herabgeführt wird. Dieses Gerolle bildet die Form eines halben Kegels, dessen Spitze der Bergschlucht
zugekehrt ist. Auf einem solchen Schuttkegel liegen z. B. die nö>fer rillt, Fiesendorf, Caprun u. m.
Dörfer des Pinzgau -Thaies. Sie sind auf der Karte (Tah. io3.) in Form der Bergrücken, die sie bilden,
gezeichnet.