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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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lenden versuchen; der bekannten wasserböbe der auszuschöpfenden wassermenge;und der zeit, in welcher die Ausleerung der Baustelle vollzogen seyn mufs, läfstsich die Anzahl der Arbeiter bestimmen. -Vorausgesetzt, dafs dieselbe auf derschöpfstelle Raum zum arbeiten hat; wo nicht, so mufs die zeit verlängert werden.Wiewohl nun diese Methode sehr einfach ist, und, während sie bewerkstelligt wird,keine stöhrung, wie das Ausschöpfen der Maschinen, wenn solche brechen., leidet,so findet man dennoch häufig statt derselben Schaufel- und paternosterwerke (Fig. 21und Fig. 25. Tab. Ql.) angewendet; selbst bey geringen Bauunternehmungen 1 Diesverfahren läfst sich schwerlich anders als durch Eigendünkel der Bauführer erklären,weil ihnen das Ausschöpfen mit Eimern zu einfach ist, daher dem. gaffenden Zu-schauer nicht auffällt noch dessen Bewunderung erregt, um die Mancher mehr geitzt,als um die Billigung des wahren Renners.

§. 4. Zu den einfachsten Werkzeugen, deren man sich zum wasseraufwerfenbedient, mufs auch die rrurf - oder Gufsrinne, die auf grofsen nleiehereyen im Ge-brauch ist, gezählt werden. Vorzüglich ist dieselbe bey Wiesenbewässerungen gutanzuwenden, wenn der Wassergraben nicht höher als die wiese selbst liegt. Mitdieser aus einem stück Holz ausgestemmten oder geholten und stark gekrümmten,etwa 6 zoll breiten und 6 schuh langen Gufsrinne, die an einem drey schuh langenStiel befestigt ist, kann das wasser hundert Schuh weit geworfen werden. Ihre sei-ten sind gleich hoch. Unten ist sie rund, am stiel aber weiter, welches des gera-den und besseren Gusses wegen nöthig ist. Die sehöpfseite ist vorne mit Eisenblechviermal gebunden.

Nirgend habe ich diese Gufsrinne als im Herzogtlmm serg angewendet gefunden,wo sie Glitte heilst. Aber nirgend sind auch wohl die ßleicbereyen besser eingerich-tet, als in diesem Fabriklande, dessen Commerz- xind Fabrikzustand aus meinenBeyträgen zur churpfälzischen Staatengeschichte {bey scliwan und GÖtz in Mannheim )entnommen werden kann.

5. Zu den schöpfwerkzeugen gehört auch die wurfschaufei und schwung-schaufel.

Die erstere ist gewöhnlich von hoIz mit einem drey schuh langen stiel, undhat die Form der Kornschatifel in den Scheunen, nur dafs sie mit höhern Rändernversehen ist. Ein fleifsiger Arbeiter kann mit der wurfschaufel über eine Abdäm-mung von drey schuh Höhe , in einer Minute 6 bis 7 cubik- schuh Wasser werfen.Die Abdämmung mufs jedoch so schmal als möglich gemacht werden, damit derWurf erleichtert werde.

Die schwungschaufel Fig. 18. Tab. Ql. ist entweder aus Holz oder aus Blechgemacht, hängt an einem transportabeln Gerüste, welches aus drey oder vier stehen-den Richtbäumen besteht, *) damit wird das wasser drey bis fünf schuh hoch ge-

*) Bey vier luciitb'iiimen liegt ein Qnerbaam von dem einem Paar nicbtb'iume bis 7,11m andern.