th eilige umstand ein, welchen die Sehwimgschaufel und der Hebetrog mit ihr gemeinhaben, dafs sie in dem auszuschöpfenden wasserbezirk eine starkwogende Bewegungverursachte; — die entweder die Fangedämme oder das angefangene Mauerwerk un-terwäscht. Sie erfordert daher einen grofsen Raum, und p erronet war, beym Bau derBrücke von Neuilly , genöthigt, dieselbe wieder abzuschaffen.
§. 8. Die bey Belidor s. Arch. hydraulique Tom. 11. cap. ir. Tab. '8 ge-zeichneten, an einem Balken hängenden, Balancier - Rinnen , sind von einem Fran-zosen morel erfunden, um das Wasser bis auf eine Hohe von 15 schuh zu heben.Wenn diese aus Rinnen bestehende, an einem zapfen hängende Maschine, von denenan den untern oder obern Enden , mittelst seile ziehenden Arbeitern, in Schwingunggesetzt ist: so tauchen die zwey Enderinnen in das wasser, und werden höher, alsder erste Wendepunkt der ersten Rinne liegt, gehoben, damit das wasser in diezweite Rinne falle, welches eine in der Rinne befindliche Klappe aufhebt. Steigtalsdann bey der zweiten Schwingung der Wendepunkt der zweyten Rinne höher,als der nächstfolgende, so schliefst das wasser eine Klappe in der untern Rinne, undsenkt sich darin, wo es die daselbst liegende Klappe öffnet, um abermals in die.zunächstfolgende Rinne einzutreten. , Auf diese weise fällt das wasser aus einer Rinnein die andere, und endlich aus der obern dahin, wo maa es hinauf fördern wollte.Man sieht sogleich , dafs diese Vorrichtung mit dem schaukelgerinne und derschwungschaufel die nämlichen Unbequemlichkeiten , das sind starke wasserbewegun-gen, gemein hat, folglich alle drey Vorrichtungen mehr bey Canälen und Gräben,als bey solchen Baustellen, die mittelst Interims - Abdämmungen abgeschlossen sind,angewendet werden können, Uebtigens sind mir keine mit dem Balanzier - Rinnenvon andern bewerkstelligten Erfahrungen bekannt, und ich vermuthe, dafs wenigGebrauch davon gemacht worden ist. Da ich nun die. gute Anwendbarkeit dieserMaschine bezweifle, so habe ich nicht für nöthig gefunden, die Kupfer damit zuvermehren. Wer sie kennen und gebrauchen will, mag daher im Belidor nach-schlagen.
§. 9* Die an einem Gerüste hängende Maschinerie mit ausgiessenden oder um-stürzenden Eimern (Eimerkunst) Tab. 87. Fig. 13 und 14., ist von einem FranzosenNamens Lonce eingerichtet. In Fig. 13. wird sie von der Seite, und in Fig. 14. vonvorne (aber ohne Kuns'tkette) vorgestellt. Diese Kette a (Fig. 13.) läuft über zweyauf die obere Trommel angebrachte prismatische, eiserne, kupferne oder messingeneSättel a (Fig. 14.), welche so hoch hervorstehen, daff die Schaken oder Glieder derKette nicht davon abgleiten. Unten bewegt sich die Kette frey über die Trommeloder walze e , welche zu beyden Seiten hervorstehende wülste hat, damit die Kettenicht abgleitet. Auf das Gerüste treten vier Mann , welche die Kurbeln b, folglichdie Trommel, drehen. Auf diese weise schieben die sätlel a die Kette *) fort,
*) Wie diese Kette beschaffen ist, dies sieht man in rlg, 3, 5, und 6 . Tab. 82 . deutlich.