3Ö0
mithin werden die vollen Eimer nach dem wassertrog hinaufgezogen. Diese Eimerwerden alsdann (durch das ueberstehen des Troges) genöthigt, sich in den Trog oderdie ninne zu ergiessen. Auch hann man diese über die Trommel a anbringen, da-mit der Eimer 3. so wie er die in Fig. 13. gezeichnete Lage erhält, sein wasserausgiefst. Die Eimer können von Blech oder nolz gemacht werden. Bestimmte Er-fahrungen über diese Vorrichtung sind mir nicht bekannt.
$. 10. Das schaufelwerk (rab. 87. Fig. 1. 2. 3. 4. und Tab. Ql. Fig. 21. 22.23. 24.) besteht aus einem Gerinne a, h, (Fig. 21. Tab., gi,), welches einen Bodenhat, worauf die schaufeln , Paletten oder Schiebebretter (x Fig. 21. u. 23. und Fig. 2.)genannt, aufsteigen, die das Wasser vor sich herschieben; zu welchem Ende dasGerinne zwey Seitenwände c d und ef Fig. 22. hat. *) Dieses steige - Gerinne a bbedecken einige Baumeister mit einem Deckel, welcher dem über die schaufeln zu-rücksprudelnden wasser einen widerstand entgegen setzt, so dafs die Last vergrös-sert wird. Es scheint dafs auch perronet zur Vermeidung dieses Widerstandes offnesteige - Gerinne gebraucht habe. Parallel mit demselben liegt das zweyte Gerinne,oder das kürzere Abgleit - Gerinne Im (Fig. 21.), welches ich so benenne, weildarin die schaufeln x abgleiten. Dieses mufs aber deswegen einen schuh kürzerals das Aufsteig - Gerinne seyn, damit die raletten x nicht dagegen anstossen. Esmufs nämlich die Kunstkette z an welche die Paletten befestigt sind, wegen der leich-tern Bewegung, nicht zu stark angezogen werden, folglich stossen die schaufelnoder Paletten an die oeffnung des Abgleit - Gerinnes, wenn es zu lang ist. BeydeGerinne, die man zwischen 18 und 36 schuh lang macht, würden aber duichbiegen,wenn nicht hölzerne Joche y y sie trügen.
Die Paletten x , mithin auch die Kunstkettenglieder z , werden von den zweyTrillingen g und h (rüg. 21.) fortgeschoben, wenn die die Kurbeln i und k (Fig. 21.u. 22.) drehenden Arbeiter, den oberen Trilling g herum drehen. Die schaufelnoder Paletten fördern also das wasser auf die der Stellung des Schaufelwerkes ange-messene Hohe. Zur Vermeidung der Reibung mufs an beyden wänden von den steige-Gerinnen, längs den schaufeln hin, ein Spielraum u u (Fig. 22.), von drey bis vierLinien, bleiben. In dem obern- oder Abgleit-Gerinne kann derselbe acht Linien betra-gen. Die wände ab (Fig. 21.) des steige-Gerinnes müssen 4 bis 6 zoll höher alsdie schaufeln seyn, damit das wasser nicht seitwärts aussprudele. Bey dem obernGerinne mögen die wände zur Vermeidung der Reibung von den schaufeln, längsdemselben nur halb so hoch seyn, als bey dem untern. Gewöhnlich haben dieSchaufeln eine Hohe von 4Bis 8 zoll, und eine Breite von 5 % bis 15 zoll, undwenn sie von Holz sind, eine Dicke von 6 bis 9 Linien. Sind sie von Eisen-
*) Diese Figur steht eine von oben genommene Ansicht von einem Theil des in rignr 21, dargestelltes*Schaufel wertes dar.