weil sonst die schaufeln an derselben anstossen, und daher entweder brechen, oderbey ihrem Umtriebe eine Stockung entstehen müfste.
Diese Anspannung der Kunstkette, welche (wie gesagt) nicht zu straff seyn darf,zu bewirken, dazu ist folgende Vorrichtung sehr zweckmäfsig. Das aus einer com-position von Messing und Kupfer verfertigte unterlager 5 s (Fig. 23. Tab. 91.) , derwelle q, des Getriebes g, ist auf einer eisernen Rinne t1 (Fig. 22.) beweglich.Auf dieser steht in u ein hackenförmiges Eisen, worin eine Schraubenmutter ge-schnitten ist. Durch dieses geht die aus dem beweglichen unterlager befestigteschraube u, Und damit dieselbe von den Arbeitern nicht willkührlich gedreht wer-den oder zurückgehen könne, so hängt auf einem Eisendrath ur, ein an der schrau-be gelegter Schraubenschlüssel. Diese gesammte stell-Vorrichtung'wird nun auf denbeyden seiten des obern Trillings, gg, angebracht, -und so kann dann vermittelstderselben die Schaufel.- oder Kunstkette nachgelassen oder angespannt werden, wiees die Nothwendigkeit erheischt.
Wer die wirkungsart eines solchen Schaufelwerks beobachtet hat, der wirdsich von dem ruckweisen rortschube der Paletten über die Trillinge g und h über-zeugt haben, und daher die Einrichtung von zwey an die Axe des obern Getriebesangebrachten Schwungrädern 3. 3. , (mg. 22 und 23. Tab. 9.1.), sehr zweckmäfsigerkennen. Ein solches Schwungrad mag drey bis vier schuh im Durchmesser grofsseyn. Damit der Trilling g fest und dauerhaft sey , so sind vier eiserne Stäbe 4, 4,(Fig. 23.), von einer scheibe 5, zur andern 6 gehend, angebracht. Die Backen 7,7, (Fig. 21.), welche den obern Theil der Maschine tragen, sind an das steige-öerin-ne a, b, mittelst schrauben 8, 8, befestigt. Sie werden übrigens von dem rufs-gestelle 10 getragen, welches auf dem Fangedamme a steht.
An den gewöhnlichen schaufelwerken werden acht Mann (Fig. 21.) ange-stellt , die sich auch der an den Kurbeln angebrachten stofsstangen, von 5 § FufsLänge , bedienen. So wie diese nun das obere Getriebe umdrehen , werden die Pa-letten fortgeschoben, welche unten im wasser stehen, mithin dasselbe vor sich her-schieben, und bis zur AusgufsÖffnung a bringen.* Grofse schaufelwerke können auchmittelst eines Vorgelege von Rädern, durch ein Wasserrad, Tab, 87. Fig. 1 u. 2., odereinem pferdegöpel, Fig. 3., betrieben werden.
Weil solche Maschine nicht viel tiefer als bis zur Axe des untern Getriebes insWasser getaucht werden sollte, so ist .ein eiserner Bügel vi. (Fig. 21 u. 24. xab. 91.)angebracht, woran ein seil befestigt ist, welches entweder mitLelst eines Flaschen-zuges oder einer winde aufgewunden wird; auf welche weise also die nage desSchaufelwerkes nach Belieben verändert werden kann.
Endlich mufs man bey dem Gebrauch dieser Maschine besorgt seyn, dafs wederStroh noch wurzelwerk oder steine in der Nähe der Eänflufsmündung kommen. Esist daher der wasserbezirk, auf eine Entfernung von sechs bis zehn Fufs von der