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§. 12. Da die Art unA weise, nach welcher perronet sich der schaufelwerkebedient hat, für die Praxis wichtig ist, so will ich dieselbe aus dessen werken aus-ziehen. Bey der Eriicko von Orleans wurden die Maschinen entweder von pferdea(Fig. 3. iah. 87.) oder von dein Flusse selbst (Fig, i. u. 2.) in Bewegung gesetzt.Nachdem bereits vorne der Mechanismus beschrieben ist, so erklären die citirtenFiguren das weitere, und ich will nur noch folgende Erläuterungen anführen. Damitdas Wasserrad, je nach dem steigen und Fallen des Stromes, hoch und niedrig ge-stellt werden konnte, so wurde dasselbe auf zwey Lager gelegt, welche schrauben^ihuttern erhielten. Durch diese wurden die schrauben d und e Fig. i., umgedreht,mithin das wellager, folglich auch das Rad, gehoben. Diese einfache Torrichtungvertritt die stelle der ziehpanster und winden. Sie kann bey ähnlichen Absichten,selbst bey den unterschlächtigen Rädern der Mahlmühlen, mit Nutzen gebraucht wer-den , und ich habe sie auch bey der Wasserschraube, unter dem Träger, mit Erfolgangewendet.
Wenn der Flufs 1-} schuh über sein niedrigstes wasser stand, so machte dasSchaufel - oder Wasserrad , an dessen einem Kranze ein Stirnrad c , Fig. 2., gemachtwar, 1Ö5 Umgänge in der Stunde, welches zwey sclmh Geschwindigkeit in der Se-kunde giebt. Der rlufs legte sechs schuh zurück, nämlich in der günstigsten zeit:denn das Wasserrad machte ungleiche umlaufe, weil eine Aufstauung in dem inzwey Arme getheilten Flusse, vor dem aade,. entstand, die so lange dauerte, bis siestark genug war, sich zu ergiessen, wo alsdann die Geschwindigkeit des Wasserradeszunahm. Ein umstand, der bey den wasserstauungen, mittelst welchen auf dieMaschinen nicht eine solche wassermenge, welche den Beharrungsstand unterhaltenb.ann, geführt wird, allemal statt finden mufs. 2.) War der wasserstand des Flusses,zwey schuh über den niedrigsten» so machte das Wasserrad in der stunde 180 Um-gänge, welches drey schuh für die Geschwindigkeit des Rades, und neun schuh fürdie des aufgestauten Wassers in dem Gerinne giebt., *) 3.) Wenn der wasserstand
2,|- Fufs war, so machte das Rad 21Ö Umgänge. 4 .) Wenn der wasserstand 3 fuCsbetrug , so fanden 240 Umgänge statt. Bey dem ersten Fall waren die schaufeln.30 zoll eingetaucht, bey dem zweyten Falle tiefer; bey den letztem wasserständendurften sie nicht tiefer,, denn 15 Zoll eingetaucht werden, wenn das Rad nicht bre-chen sollte. Als der ström aber bis zur Hälfte des. Halbmessers vom wasserradehinauf stieg, brach dasselbe zweymal, und deswegen wurde die eben beschriebene'schrauben - Vorrichtung gemacht. Der zweyte Fall kann übrigens als ein Mittel an-genommen werden, weil der wasserstand, welcher diese Geschwindigkeit hervorbrachte,am längsten dauerte. 5.) An dem Kranz des Wasserrades waren 124 zähne angebracht.
*) Dies trift mit meinen Erfahrungen überein, dafs nämlich die Wasserräder der Sehiffmuhlen tß vondev Geschwindigkeit des sie treibenden Stromes haben. Solche in einen fIuTs eingehangene Wasserräderlau» man aber füglich mit den Wasserrädern der Schiffmuhlen vergleichen.