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$.15. Wenn man alle diese hier aufgestellten Erfahrungen_ miteinander ver-gleicht , so entstehen folgende Resultate.
1.) Man sollte das steig - Gerinne wo möglich nicht unter einem gröfserenWinkel als 30 Grad legen, es sey denn, dafs die woth gebiete. Der gröfste Winkel,unter welchen das Wasser aufgefördert werden kann, ohne dessen nicht gar zu vielZu verlieren, beträgt 50 Grad. Je kleiner dieser winkel seyn kann, desto gröfserist die Wirkung ; daher mag das schaufelwerk immer etwas lang gemacht werden,um es in einen kleinen winkel, etwa zu 18 Grad , zu legen. 2.) Bey acht Arbeitersollten die schaufeln 6" breit, 6" hoch, und auf 6" Abstand gestellt seyn. 3.) Beyder grofsten Gattung der schaufelwerke sollten die schaufeln 12" Hohe und 12" Breite,und auf 12 zoll Abstand gestellt seyn, folglich müssen die schaufeln so breit alshoch gemacht werden. 4.) Die Geschwindigkeit der schaufeln sollte bis vier schuhin der Sekunde betragen. 5.) Um der Maschine einen gleichförmigen Gang zu geben,dazu dienen die oben erwähnten Schwungräder 3. (Fig. 21. Tab. 91.), welche daheranzubringen sind. Solche Schwungräder kann man auch so einrichten, dafs an ihremumfange Gewichte e (rig. 8. u. 13- Tab. 83.), von 25 bis 40 rfund schwer befestigtsind. Ihre zahl mufs jedoch ungleich, entweder dreye oder fünfe seyn , damit stetseines der Gewichte als eine ueberwucht der Kraft erscheint, wenn die Maschine imBeharrungsstande versetzt ist. . Ist es wohlfeiler sich der i-ferde statt Menschen zubedienen, so kann man für fünf bis sechs Mann ein pferd nehmen, und zu dergröfsern Gattung von schaufei werken sind vier pferde erforderlich, die alle stundeoder alle zwey stunden abgelöfst werden.
$. 16. Die schaufelwerke lassen sich endlich auch durch Windmühlen treiben,wo sie insonderheit zu den wiesenbewässerungen sehr nutzbar sind. An die oberewelle des schaufelwerkes mögen dann zwey scheiben befindlich seyn, und auf derMÜhlenaxe eine. Um diese scheiben können Riemen oder seile gehen, wo also diewelle des schaufelwerkes in Bewegung gesetzt wird. Belidor in seiner Wasserbau-kunst 3. Buch 2. Cap. Tab. m. hat diese Maschinerie deutlich dargestellt.
§. 17. Ist die Baugrube zur Stellung solcher Schöpfmaschinen, welche einengrofsen Raum erfodern, zu klein, so müssen Maschinen gewählt werden, die nichtviel platz einnehmen. Zu diesen kann man vorzüglich die Saugepumpen und pater-nosterwerke zählen. Die erstem haben jedoch die Unbequemlichkeit, dafs die Ven-tile öfters schadhaft werden, wozu das schlammwasser besonders beyträgt. Dennwill man ihren untern Theil mit zu engem den in die Rohre eindringenden schlämmabzuhaltende Gitterwerke umgeben, so wird die freye zuströmung des wassers ge-hemmt. Sind aber dessen oeffnungen etwas weit, so geht der Sand, ja es schlüpfenkleine Sternchen durch, welches alles das spiel der pumpe stört, und die ventileverdirbt. Perronet bediente sich daher nicht der Saugepumpen. Er versteht nämlicliunter pompes- chapelets verticaux (paternosterwerke), wie die 34. Kupfertafel desII. Bd. 47