Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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perronetschen Werkes beweifst, und nicht solche Saugepumpen, wie ein andererSchriftsteller glaubt. Aus gleicher Ursache mufste man die Saugepumpen bey demBau der cherbourger schleuse (ßelidor xom. 11. $. 315.) verwerfen. Da indessenauch der Fall eintreten kann, dafs man sich ihrer bey Trockenhaltung der Baustel-len bedient, so ist die Anwendung davon um so leichter, weil die construction da-von bekannt ist. Wer sich aber über den Gebrauch und ihrer Einrichtung Rathserholen will, den verweise ich auf die von den geheimen ober - Bauräthen GÜly ;und Eytelwein herausgegebene praktische Anweisung zur Wasserbaukunst, 2tes Heft,Seite 30.

§. 18. Die Paternoster- oder Rosenkranzwerke (iab. Ql. Fig. 25. 2Ö. 2? u. 28-)sind hingegen sehr gut bey Ausschöpfung des Wassers aus den der Baustellen zu ge-brauchen, und werden, da sie wenig Raum einnehmen, häufig in Praxis angewendet. Daspaternosterwerk Fig. 25. besteht aus einer fünf bis sechs zoll weiten, gut gebohrtenBohre a, b (steigröhre), in welcher die an einer nette ohne Ende angebrachten schei-ben c, c. aufgezogen werden, und die das in die Rohre eingetretene Wasser vor sichherschieben. Die Steigrohre hat gewöhnlich nach der einen Hälfte eine ränge von 8 bis24 Fufs, weil man auf eine geringere Höhe sich der Handeimer, und auf eine hö-here zwiefach über einander angebrachter Maschinen, wo die untere Maschine dasWasser in einen sammelkasten auffördert, aus welchem die obere es weiter aufwärtsschöpft, oder grofser schöpfräder, bedient, Indessen wird nur selten der Fall ein-treten, dafs man das wasser aus einer Baustelle höher denn 21 schuh aufschöpfenmufs ; folglich sind die gewöhnlichen paternosterwerke hinreichend lang. Wenn ichaber bey einer ränge der steigröhre von 24 rufs nur 21 schuh Förderungshöhe an-nehme , so dient zur Erläuterung, dafs das paternosterwerk gewöhnlich drey schuhtief ins wasser gestellt wird.

Die Kunstkette eines solchen paternosterwerkes geht mit ihren scheiben oberhalbüber die Gabelwalze g, (mg. 2Ö. b Tab. Ql.), welche, indem sie durch vier Mann,die an die zwey Kurbeln i i Fig. 2Ö. a drehen, in Bewegung gesetzt wird, die scheibenauffördert. Die untere, vier zoll im Durchmesser starke walze d Fig. 25., welche inder witte der inneren KÖhrenwand in den 12 bis 1 6 zoll hohen Ausschnitt e. n., angebrachtwird, ist an den Seiten etwas dicker als in der Mitte, damit die Kette nicht davonabgleite, welche jedoch, wie Fig. 25. zeigt, nicht straff angespannt werden darf,um ohne stöhrung aufgezogen zu werden. Diese welle selbst, welche von aussenviereckigt seyn kann, wird an die Seiten der oeffnung mittelst eines eisernen Na-gels o , Fig. 2Ö. a, befestigt. Die Entfernung der scheiben c, c, beträgt etwa dasvier bis sechsfache ihres Durchmessers, und mufs den wasserstand an der Steigrohrenie übertreffen: wenn der beste ökonomische Effekt erzielt werden soll. Wäre z. b.der Abstand zweyer scheiben gröfser als die Wassersäule, worin das paternosterwerksteht, so entsteht zwischen zwey scheiben ein gewisser wasserleerer Raum.