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Die scheiben selbst sind, wie Belidor xom. u. .§. 740. umständlich beschreibt,folgender Maafsen gemacht. Der untere Theil Fig. 28 u. 2Q. Tab. Ql. jeder scheibebesteht aus einem Küssen a , das von 6 bis 8 Linien dickem Leder, welches vorherin eine Mischung von heifsem Theer, oehl und Talg getränkt ist, gemacht wird.Dassesbe wird an einem hölzernen stöpsel c, durch welchen die Kunstkette b e durch-geht , befestigt, und daran mittelst des eisernen spliefses /, zwischen welchen unddem ledernen Küssen eine eiserne, eine Linie dicke scheibe liegt, angetrieben.Dieses Küssen ist defswegen von Leder, damit es, wenn es an die steigröhre stöfst,nur wenig Reibung verursache. Dessen Durchmesser mufs aber, um diese Reibungzu vermeiden, nicht so grofs als die weite der steigröhre seyn. Diese mufs genauvertical stehen, wefswegen die Befestigung derselben an einen pfähl 1, Fig. 2. Tab. 88.öfters nothwendig wird. Nach der Erfahrung kann der Durchmesser der scheibezwey bis drey Linien geringer, als die weite der steigröhre seyn, ohne dafs einwasserverlust durch den Zwischenraum entsteht; wenn nur die Geschwindigkeit, mitwelcher die Maschine im Beharrungsstand gesetzt und unterhalten wird, nicht zu ge-ringe ist. Bey einer Maschine, die nur etwa 25 Umdrehungen in der Minute erhält,kann man die scheibe 2 bis 3 Linien kleiner als die Röhrenweite machen, wobeyvorausgesetzt wird, dafs die Röhre genau gebohrt ist und senkrecht steht. Es läfstsich dies auch aus der Adhäsion des Wassers an die wand der Steigrohre und derFriction des Küssens erklären. Zur Vermeidung der Friction vom Küssen an diese wandist daher diese Vorschrift nicht ausser Acht zu lassen. Geringer kann indessen dieserZwischenraum seyn, wenn man sich statt der aus starkem Leder verfertigten scheibeder ledernen Ballen h, Fig. 2. Tab. 88., die etwa 6 bis 10 zoll lang sind, bedient,und die besser als die scheiben gehen. Um jedoch auch bey diesen eine unnöthigeReibung zu vermeiden, so lasse man den Zwischenraum wenigstens eine Linie grofs.Zuweilen wird auch in der Mitte oder am Ende Fig. 28. ö, eines solchen Ballensoder Puschels, eine Scheibe von starken Leder angebracht.
Findet die Einrichtung mit der scheibe statt, so nennt man diese Vorrichtungauch wohl ein scheibenwerk, und wird ein blofser Ballen gebraucht, so heifst sieein püschelwerk; oder dieses eine püschel - und jenes eine scheibenkunst.
Jede Maschine kann man mit einer 18 schuhigen steigröhre für 150 fl. errich-ten lassen.
§. IQ. Wenn diese Vorrichtungen den gröfsten ökonomischen Effekt leisten sol-len, so mufs a) die Kunstkette so leicht als möglich gemacht, b) die Reibung derscheiben und püscheln an der Röhrenwand vermieden werden, c) Die Kette überdie zwey walzen sich so geschwinde als möglich umbiegen, und in den Steigeröh-ren mufs von zwey zu zwey schuh eine drey zoll weite oeffnung gebohrt seyn,von denen man die eine oder andere öffnet, je nachdem der ström fällt. Diese Lo-cher werden mit einem mit werch umwickelten zapfen verschlossen; dabey ist also
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