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ren von Blech, die sich in die Axe des Rades auslecren, und auf ein unterschlächtiges ■Wasserrad (an dessen Seiten) befestigt sind. Die Maschine kann daher zur Bewässe-rung der wiesen gebraucht werden. Es ist auch ein solches, aber kleines, RÖhren-rad in dem Garten der wienerisch - Neustädter Militär - Akademie errichtet, welches ei-nen guten Effekt leistet, heupold in seinem Theatrum Machinarum Hydraulieum Tom. 1.hat davon s. 35. eine sehr gute Vorstellung gegeben.
§. 31. Die wasserSchnecke (Fig. 12. Tab. 87.) gehört zu den ältesten Schöpfwer-ken. Einige schreiben die Erfindung davon dem Archimedes zu. Sie ist von zweyer-ley Gattung. Die erste Art besteht aus einem von Brettern zusammengesetzten hohlenGehäuse rig. 11» (Spindel) um welche eine zwey, oder drey, aus Blech gemachtenRohren - Windungen dergestalt gewunden sind, dafs ihre zentrische Linie in die schrau-ben-Linie der spindel fällt. Diese Maschine will ich daher RÖhrenschnecke nennen.Ist nun eine solche RÖhre, die beyläufig vier bis fünf zoll im Lichten hat, angebracht,so heifst die Schnecke eine einfache und so weiter zweyfache, welche letztere ich hiervorgestellt habe. Ihre untere oeffnung heifst die Einmündung oder Einflufs - oeffnungund ihre obere die Ausmündung oder Ausflufs - oeffnung. Der Abstand zwischen zwoWindungen , parallel mit der Axe gemessen, ist die Hohe eines schneckenganges. Ichzweifle gar nicht daran, dafs diese Rohren stark genug von Glas oder gebrannten i.edergemacht werden könnten, wodurch sie nicht nur leichter, sondern auch in jedemBetracht brauchbarer als von iiley oder Blech seyn würden. Damit man die Lage derRÖhrenschnecke leicht verändern kann, so mag ihr unterer zapfen in einer bewegba-ren Nufs a Fig. g. liegen. Der obere zapfen „gehe durch eine auf einem Träger e,rig. 8. u. 12. angebrachte eiserne Vorrichtung ac* Der Träger läfst sich, mittelst zweyerschrauben v, in einem in dem Ständer c angebrachten Einschnitt (den rig. 12 . zeigt)auf und nieder bewegen.
§. 32. Unter allen Schriftstellern, welche über diese Maschine geschrieben ha-ben , hat keiner dieselbe so trefflich abgehandelt, als der rreufs. geh. oberbaurathEytelwein , in seinem mit Recht geschätzten Handbuche der Mechanik und HydraulikSeite 404. Er hat auch mit einem Modell, wobey die Rohren von Glas waren, in-terressante Beobachtungen angestellt. Mir sind keine andere bekannt, und ich selbsthabe keine zu machen, noch diese Maschine im Grofsen anzuwenden, Gelegenheitgehabt, denn gerade diese Art von wasserschnecken ist wegen ihrer mühsamen undkostbaren Verfertigung und des umstandes, das sie mit steinen, Sand u. dergl. ver-stopft werden kann, wenig üblich. Ja ich habe nirgends gelesen, dafs sie bey gro-fsen Arbeiten gebraucht worden sey.
Wenn die Einmündung der RÖhre, bey ihrer höchsten Steigung noch Unter■wasser bleibt, welches hier in Fig. 12. der Eall ist, so strömt die Luft, nach jedendrey oder vier' Umdrehungen, in die Ausmündung der RÖhre ein, und durch alleihre wasserbögen entsteht eine heftige Erschütterung, welche die Ausflufsmenge ver-