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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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mindert. Liegt hingegen der höchste Punkt der Einmündung über dem Wasserspie-gel, so schöpft sie Luft, und es wird jene Erscheinung aufgehoben. Es ist dahernothwendig, dafs wenn der gröfste Effekt eintreten soll, der der Einmündung gegen-überstehenden ersten Bug der Röhre etwas in das wasser getaucht sey. Wer sich überdiese Maschine weiter belehren will, den, verweise ich auf das angeführte werk vonEytelwein ; darin ist auch die spiralpumpe, welche zur Hebung des wassers auf einergrofsen Hohe, nicht aber zum Ausleeren solcher Baustellen, die Schlamm, Sand, Erdeund kleine Steine enthalten, gebraucht werden kann, abgehandelt.

§. 33. Die zweyte Art von Schnecken, welche ich hier eine t onnemchnecke(Tab. Ql. Fig. 3Q. und Tab. 83. Fig. 13.) nennen will, und die in Holland Tonnen-mühle (Tonnen-vysels) genannt wird, ist bey Ausschöpfungen des wassers aus Bau-stellen häufig im Gebrauch. Sie wird gleichfalls dem Archiinedes zugeschrieben, undheifst deswegen auch die Archimedische wasser Schnecke. Sie besteht 1.) aus einerhölzernen, rund abgedrehten Spindel oder welle a, h (Fig. 3Q. Tab. Ql.), die aus Ahorn,mifsbaum, Lerchen oder Eichenholz gemacht werden sollte, damit sie sich nicht wirft,denn es ist durchaus nothwendig, dafs sie ihre Lage behält. 2.) Auf diese Spindel kom-men erlene, eichene oder kieferne bis ^ zoll dicke Bretterchen oder spliese (schau-feln) c, d, zu stehen, *) und zwar nach der gewählten Schraubenlinie. 3.) Aufden umfang dieser Bretter wird eine mit eisernen Reifen umgebene Bohlenbekleidungef gemacht, welche der Mantel oder die Tonne heifst. In dieselbe werden dieSchaufeln | zoll eingelassen, folglich müssen die einzelnen Bretter des Mantels vorihrer umlegung mit denen für die schaufeln nothwendigen Fugen versehen seyn.Zugleich, wenn die Spindel, deren zapfen in a und h liegen, herumgedreht wird,s so geht natürlich auch die an dem umfange der Schnecke befestigte Tonne oder

der Mantel herum. Das in dem untern schraubengange stehende wasser wird daherzwischen der von Bretterchen oder schaufeln gemachten Schneckenwindung gleichsamaufgeschroben, weswegen eine solche Schnecke, welche keinen Mantel hat, sondernsich frey in einer runden und offenen Rinne (ßumm) bewegt, eine Wasserschraubeheifst.

§. 34. Diese Wasserschraube Fig. 6. Tab. 87. liegt dergestalt in ihrem Kumme:dafs die Schaufelwindungen 1 ■§ bis 2 Linien davon abstehen, damit dieselbe freyund ohne anzustossen bewegt werden kann. Bey diesem Zwischenraum gilt übri-gens dasjenige, was ich bereits bey Gelegenheit des Paternosterwerks anführte , dafsnämlich ein kleiner Spielraum, wegen der Anhänglichkeit des wassers an die Seiten-wände , ein zurückströmen des wassers nicht gestatte, folglich bey solchen Maschinennicht nachtheilig sey. Damit nun das aufsteigende wasser nicht über den uummlaufe, so mufs dessen wand, an welcher das wrnsser aufsteigt höher, als die andere

*) Dia unterste Schaufel wird auch wohl von Eisenblech verfertigt , damit sie beym Anstossen an Steine,Sand oder Morast nicht bricht.