doppelten Schnecke vorzuziehn. ist, da das Einströmen des Wassers in kürzeren Zeit-räumen erfolgt, wenn die Windungsöffnungen nahe auf einander kommen. Auchkann dabey derjenige Winkel, den der Umgang des schraubenganges i a c mit einemLängenschnitt der Axe oder der Spindel de macht, gröfser seyn, als wenn zweySchneckengänge gewählt werden; denn es darf der senkrechte Abstand zweyer Win-dungen, d. i. die Hohe der windungsweite, nicht gröfser als die Hohe der schaufelna b oder die Breite der Windung seyn. So ist z. b. hier dieser Winkel 20°, wo er'sonst bey den einfachen Schnecken nur 1* Grad beträgt. Nun ist es aber klar, dafsin einer jähe steigenden Schneckenwindung dafs wmsser mit gröfserer Kraftanweudungaufgefördert werden mufs, als in einer sanft aufsteigenden; folglich hat allerdings dieGröfse des windungswinkeis oder die Höhe i. iv. eines schneckenganges, einen Einflufsauf den ökonomischen Effekt, den die Wasserschraube leistet.
Wenn nun die welle oder Spindel ed nach ihrem bestimmten Maafse auf derDrehbank gedreht ist: so wird darauf die Hohe eines jeden Schneckenganges abgesteckt,ihr umfang so wie diese Hohe in 8, 12 oder l6 gleiche Theile getheilt, und nach denDiagonalen derer zusammen stofsenden Vierecke, von dem Anfang der Windung bis zumhöchsten punct des schneckenganges, d. i. von i nach f, Fig. 4QÖ, mit einem Linial von star-kem Pappendeckel oder Fischbein auf der welle eine Linie ibf gezogen, welche die Win-dung bezeichnet. Jetzt wird in dieser Linie die Breite einer schaufei an ihrer wurzel,dividirt, um zu sehen: ob auch die Anzahl der schaufeln genau darin aufgehn, oderob man entweder die Hohe des schneckenganges etwas gröfser oder kleiner machenmüsse. Diese Breite kann der Schaufelhöhe c f betragen. Einige haben nach ei-ner solchen Windung in die spindel eine Vertiefung ausgestemmt und in dieselbe einHolz eingelegt; auf dieses ein zweytes u. s. w. mehrere Hölzer, bis die Schnecke ganzdie für sie bestimmte Breite hat. So lehrt wenigstens vitruv in dem xten Buche dieVerfertigung der Wasserschraube. Noch andere setzen in diese Vertiefung die schau-feln 1, 2, 3, Fig. 7. Tab. 87. ein, ohne die stufenförmige Figur zu berechnen.
Mehrere machen die Windungen aus gröfsern Stücken und bearbeiten dieselbenso lange, bis sie nach einem Musterstücke, die vorgeschriebene Form erhalten haben.
Diese constructionen stehen folgender, deren man sich, wie ich gesehen habe,in Holland bey den grofsen Wasserschrauben, welche von windflügel in Bewegung ge-setzt werden, bedient, weit nach.
Nachdem die 18 zoll starke Spindel (Eig. 41. Tab. Ql. ist ein Theil davon) *) ge-nau rund gedreht ist , so wird ihre Oberfläche von der Einflufswindung, d. i., ihrer
*) Die Spindeln werden gröfstemheils von Atom und die Schaufeln von Erlenholz gemacht; denn jeneswirft sich nicht und dieses widersteht im Wasser der räulnifs sehr lange, Beyde Holzgattungen sollteman nach der Bearbeitung eine halbe Stunde in Oehl sieden, um ihre Stärke zu vermehren und ihreDauer zu verlängern,