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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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dem Luftstro'm entgegen stellen möge, so mufs die naube gedreht »werden können.Dies wird folgender Maafsen bewerkstelligt: 1.) Sind die Ständer des windmühlen -

Gebäudes Fig. 1. Tab. Ql. 1. 2. 3. und 4. in den Kranz 5. eingezapft. 2.) Auf die-sen kommt ein zweyler Kranz 6. zu liegen , worauf die aus Buxbaumholz gemach-ten, und an einem eisernen Ringe 7 befestigten walzen J laufen. Von Aussen wirddieses mit dem Ringe h Fig. l. iab. 86. oder h Fig. l. Tab. Ql. umgeben. Auf denwalzen ruht alsdann ein anderer Ring 8., der Rolhing genannt, auf diesem aberruht der Träger oder Spannring g. Diese letzteren Stücke machen zusammen einenTbeil des in Fig. 23. Tab. 86. dargestellten Drehwerkes aus, wodurch die Haube um-gedreht wird. Wie dieses Drehwerk sich nun im Grundrifs darstellt, zeigt diese letzteFigur. Der Rollring, auch oberring genannt, ist hier in h zu sehen; der Spannringin g; der lange 12 und 13" starke Drehbalken steht auf der welle e, und derkurze nrehballten ist links vorne sichtbar. An diesen sind die nach dem Bodenzugehende Drehspreitzen Fig. l. xab. 8Ö. befestigt. Dieses aus den drey spreitzenbestehende Drehwerk, sterz genannt, erhält unten ein naspelrad. Weil da in demroden rund um die Mühle mit runden Köpfen oder Kloben versehene pfähle ®ig. 1.Tab. 86. eingeschlagen sind, so kann man dasselbe nach allen Richtungen, mittelstseilen ziehen; folglich die Haube mit der windflügelwelle, je nach der Richtungdes windes, herumdrehen.

Eine andere Vorrichtung der Holländischen Windmühlen besteht darin, dafs manihren Umschwung hemmen kann. Zum besten geschieht dies mit dem sogenanntenrlammschen - rang oder mit der f lammschen - Bremse Fig. IQ. Tab. 86. , welcheBremse auch in Fig. 3. sichtbar ist. Dieselbe umschliefst nämlich da4 Kammrad i.Wird nun das Eisen ab Fig. iq., welches das säbeleisen heifst, mittelst dem nach demBoden gehenden zu ge 4. Eig. 3., mittelst des Hebels, womit dieser zug und das Eisenin Verbindung steht, herunter gezogen , so wird der Ring oder die Bremse b g d andas Kammrad i , Fig. 3. , angeprefst, und der Gang der Maschine gehemmt. Beyeiner gewöhnlichen Bremse streift ein Baum unten an das Kammrad, und es mufseine den obigen ähnliche Vorrichtung mittelst des herunter hängenden Seiles Fig. 1.in Bewegung gesetzt werden können.

§. 43. Die wurfradmühlen haben zu einer, bey allen Mühlen und Wasserrädernsehr nützlichen Verbesserung Gelegenheit gegeben. Da sie nämlich sehr lange Flügel,mithin auch schwere wellen erfordern, und das hoIz zu 28 bis 30 zoll, kantig,überaus theuer ist: so setzt man jetzt in Holland die wellen aus vier stücken zu-sammen, wovon zwey stücke e und t in Fig. 5. Tab. 8Ö. sichtbar sind. Diese stü-cke werden zusammen gehalten l) vorne von den vier eisernen schraubenrahmen, *)2) von der mit zwey Ringen ik, mit schrauben zusammen gezogen werden, um-

*) Ehemals wurden diese Rahmen mittelst eisernen Spliefsen angetrieben; jetzt gebraucht man aber dazuauf den Ecken der Welle Schrauben, welche eine weit stärkere Anziehung zulassen, und daher besserals die alte Einrichtung sind.