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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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lig abnehmen, bis die fünfte vom Ende recht winkelig auf dem Flügel steht. Dieübrigen erhalten eine den obern entgegengesetzte schräge Stellung von l, 2. 3 bis4 Graden. Die vortheile, welche diese Lage der sprofsen oder des Segeltuches ge-währt, bestehen darin a) dafs die segel eine gute Anspannung auf die Sprofsen er-halten , mithin nicht schlottern 5), der uiftstrom auf die Flügel nicht nur vortheil-haft wirkt, sondern an den Enden derselben abgleitet.

$. 45. Ich wähle mit Bedacht die Benennung Luftsrom, denn bey den Wind-mühlen ist es nicht ein trindstofs , sondern ein Luftstrom, der daselbst wirkt, undder aus der Bewegung der windfliigel, welche die, Luft theilen, entsteht. Ein um-stand, der wesentlich die Wirkung der Windmaschinen vermehrt. Jeder Beobachterwird, wenn er sich einer Windmühle nähert, verspüren, dafs die ruft regelmäfsigerund schneller strömt, als in einiger Entfernung von der Windmühle', ja, wo ein sol-cher Luftstrom in der Nähe einer gehenden Windmühle nicht statt findet, sondern dieLuft stofsweise wirkt, da ist es vergeblich, einen gleichförmigen Gang der Maschinezu bewirken. Man sieht daher, dafs die Localität der Gegend und der zug der Luftvorher erst untersucht werden müsse, ehe man eine Windmühle anlegen dürfe. Soist z. b. gewöhnlich, dafs in den niedrigen Seegegenden und an grofsen Flüssen oderin engen Thälern ein regelmäfsiger xuiftstrom statt findet.

Da nun der gleichförmige Umgang einer Maschine wesentlich zu ihrer Vollkom-menheit gehört; bey denen Getraidemühlen insbesondere derselbe durchaus nothwen-dig ist, wenn gutes Mehl erhalten werden soll; so sind die horizontalen Windmüh-len, welche nicht anders, als stofsweise wirken können, gar nicht in Praxis zu die-sem Behuf anwendbar. Es sey dann, dafs man die sonderbare Idee ausführen wolle,grobes, feines und mittleres Mehl untereinander zu haben !

$. 46. Nach der Theorie, wie sie der Rath Langsdorf in seinem Lehrbuch derHydraulik §. 32Q. vorträgt, sollten die Flügel eine solche Stellung erhalten, dafs siemit der auf der welle gezogenen senkrechten Ebene einen winkel von 54° 4' ma-chen. Dabey tritt aber, wie die Holländischen Praktiker in jener Holländischen Schriftbereits bey einem Winkel von 45° anführen, der umstand ein, dafs die Flügel andie Haube streifen und der wind die segel rückwärts aufbläfst, folglich der Umschwungvon den Flügeln gestört werden würde. Beobachtet man indessen aufmerksam dieumschwingung der Flügel, so wird man sich, selbst bey der schrägen Lage der wellevon 16 Grad, überzeugen, dafs dieser winkel füglich 30° statt des in Praxis herrschenden(von 25°) angenommen werden könne, wodurch ein gröfserer Effekt hervorgebracht wird.

Nach diesen Betrachtungen wollen wir zur construktion der Flügel zurückkehren.So wie mm die Ruthe dergestalt abgebeisselt ist, dafs sie nach dem Ende zu halb sostark als bey der Axe etwa 7 §" stark und gegen die .Windseite zu bey g schrägeabgestofsen ist, damit der wind leichter abgleite: so werden die sprofsenlöcher 1,2, 3, u. s. w- nach der oben angegebenen Richtung, auf 12 bis 13 zoll Abstand unter