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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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An den leichtern hölzernen Rammklötzen kann die oehse, worin das Rammthaugeschürzt wird , von Holz aus einem stück mit dem Klotze gehauen seyn. Die Me-thode, das Rammthau hinten am aammklotze in eine oehse 3. (Fig. 20, oder» 21. Tab.83.) zu knüpfen, taugt nichts, weil alsdann der Rammklotz nicht wagrecht gehobenwerden kann , sondern nach vorne übergebogen, mithin an die Käufer geklemmt wird.Man mufs also das Rammthau entweder mitten auf der Oberfläche (sieh Fig. 67. Tab.83.) oder wie ich so e.ben beschrieben habe (Fig. 68.) im Schwerpunkte des Ramm-klotzes zu befestigen suchen.

§. 67 . Da begreiflich das 1 1 bis 2 J zoll dicke Rammthau nicht von den Ar-beitern angegriffen werden kann: so wird an dasselbe das lj bis l zoll starkeKranzthau y Fig. m. Tab. 83, mittelst dem durch einen aus dem erstem geschürztenschleife gesteckten Rammknebel u verbunden; um dieses Kranzthau werden die Zug-leinen v befestigt, an deren Enden die 1 f zoll starken und 1 f Fufs langen hölzernenziehknebel x. hangen, welche die Arbeiter angreifen, und vor sich niederziehen.Diese Einrichtung hat man vorzüglich in Deutschland angewendet. Sie hat vor dersonst üblichen Methode, nach welcher die Zugleinen unmittelbar an das Rammthauangeschürzt sind, und welche keinen Knebel haben (Fig. 2, Tab. 85.) wesentlichevortheile, welches nicht nur das in der Folge vorzutragende beweifst, sondern diesesverfahren ist auch für die Arbeiter äufserst unbequem, indem sie ihre Hände mitdem Anziehn der Zugleinen wund machen, und die Faulen sich schonen, weil sie dieZugleinen länger als die übrigen Arbeiter lassen, welches alles bey den mit Knebelnversehenen Zugleinen nicht geschehen kann, wenn die Aufsicht gut ist. Das verfah-ren ohne zugknebel und ohne Kranzthau zu rammen, kann also nur dadurch ent-schuldigt werden, wenn der Rammpfahl in einen weichen Boden leicht einrückt, wo-bey man genöthigt würde, die Zugleinen öfters von den Knebeln ab - und aufzuwi-ckeln , oder das Kranzthau oft höher zu schürzen.

$. 68. Die Franzosen haben dagegen bey ihren zugrammen dadurch eine wesent-liche Verbesserung angebracht, dafs sie die Rammscheiben, worüber das Rammthauläuft, vergröfserten, denn auf den kleinen Rammscheiben werden die Rammthaueschnell abgenutzt, und wie aus der Mechanik bekannt, erfodern die kleinen Ramm*scheiben wegen ihres geringen Durchmessers und der gröfsern Kraft, die erfodertwird, die Steifigkeit der Zugseile über kleine Rollen zu überwinden, eine grofse Kraft,den Rammklotz zu heben, folglich mehrere Arbeiter, als grofse Rammscheiben. Ichbemerke daher, dars die über die Steifigkeit der Zugseile oder seile überhaupt, vonCoulomb und Amonton angestellten versuche und daraus abgeleiteten Theorien im2ten xheil von prony’s Architecture hydraulique, welche für alle Deutsche durch dietreffliche Bangsdorfsche uebersetzung nutzbar geworden ist, enthalten sind.

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