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Der General * Inspector Pollart hat zuerst im Jahre 1747, beym Bau der Brüchezu roissy , die Rammscheiben 4 bis 5 schuh grofs gemacht. Regdmortes , beym Bauder Brücke zu Moulines, gab ihnen drey schuh im Durchmesser (Fig. 2. Tab. 82.) undperronet hat Rammscheiben gebraucht, die 1 Fufs 4 zoll bis 3 mifs 4 zoll im Durch-messer hatten, Fig. 2., 4. und Q. Tab. 85. » welche zwo scheiben in letzterer Figur zuden Rammen sro. 1. und 4. gehören. Ich habe bey den Rammen in Baiern scheibenvon 3 bis 3 f- Fufs im Durchmesser eingeführt, und dieselben eine stunde über inoel sieden lassen. Auf eine so in oel gekochte scheibe hält ein aammthau länger,als drey seile über scheiben, die man so braucht, wie sie aus der juand des zim-mermanns oder scheibenmacliers kommen, wobey auch die Reibung gröfser ist. Auchhält eine so zubereitete scheibe das Einrammen von einigen hundert pfählen aus.
Die Einrichtung mit zwey Rammscheiben an einer Ramme ist nicht zu empfeh-len, weil die Arbeiter schwerlich an beyden Rammthauen gleichförmig ziehen werden,mithin der gleichförmige zug, welcher doch so nothwendig ist, fehlt. Auch wurdedie letzte mit zwey scheiben versehene Ramme vorzüglich nur zum Aufziehn derpfähle gebraucht, wie dies im nächsten capitel näher beschrieben wird.
Es ist unbegreiflich , dafs man die einfache Verbesserung , welche doch aus dengrofsen Rammscheiben entsteht und die so augenscheinlich ist, selten in Deutschland und Holland ausübt.
Zu den Rammscheiben mufs aber festes Holz genommen werden, eines rheils umdie Reibung des nammthaues zu vermindern, und andern Theils die Dauer der scheibezu verlängern; Buxbaum, Birnbaum, Ahorn und Bockholz ist das beste; indessen be-dient man sich auch dazu des Fichtenholzes, Diese Bedingungen werden aber auchnoch dadurch um so gewisser erreicht, wenn man die fertigen Rammscheiben 1 bis1 J stunden in oel sieden läfst, welches verfahren ich bey allen scheiben, Rollen,zähnen und unterlagern von hoIz , vortrefflich gefunden habe, und das nicht genugempfohlen werden kann. Bey grofsen Rammscheiben müssen die stücke ihres Kran-zes einzeln in oel gesotten werden. Diese hölzernen in einander gezapften Theilewerden mittelst eisernen Blättern und schrauben zusammen verbunden. Inwendig,wo sich die Scheibe um den eisernen zapfen dreht, giebt man ihr ein Futter vonGlockenguth oder Messing, damit die Reibung desselben auf dieses Futter möglichstvermieden werde. Auch die beyden Seitenlagen des f bis l f zoll starken eisernenzapfens müssen von Metall seyn, worin sich derselbe bewegen sollte und die alsovon zeit zu zeit mit Fett eingeschmiert werden müssen. Dieser zapfen kann, we-gen der Gröfse der scheibe, nicht allemal über die vordem stiisten der Ramme ange-bracht werden, sondern mufs deswegen rückwärts in zwey an diese stützen amgeschraubten Holzklötze ruhen, wie dies mehrere Kupfer dieses Werkes deutlichzeigen.
II. Bd.
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