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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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fi. Ö8. Eine andere nachahmungswerthe Einrichtung findet man, wie gesagt,Jiey den französischen Rammen in der construction des schwellgerüstes pig. 7, 8 und10 Tab. 85 und Fig. 3 iah 82, welche die portbringung der Ramm-Maschine erleich-tert, und kaum 100 Quadratschuh Raum einnimmt. Sollte jedoch dabey zu befürch-ten seyn, dafs die Ramme ihres kurzen schwellgerüstes wegen, während des namm-Manövers, nach vorne zu, eine ueberwucht erhalten könnte, so mufs über die Mittel-schwelle und zwar an jedem Ende, eine nette oder zwinge gelegt werden, welcheentweder (an beiden Enden) an eingerammten pfählen befestigt, oder wenn die Ma-schine auf einem Gerüste, Prahmen oder Flofs steht, an diesen angebunden wird.Diese Vorsicht ist nothwendig, weil sonst der heftige wind die Maschine Umstürzenkann, besonders auf isolirten hohen Gerüsten.

Eine andere Vorsicht besteht darin, dafs man oben, an der hintern Ruthe oderder Leiter, hölzerne nlöze anschraubt, welche vor der Rammscheibe hinstreichen,,damit das Rammthau aus der Rinne der Rammscheibe nicht ausspringen kann, wel-ches , ehe ich diese Verbesserung anbrachte, oft geschah, und wodurch viel Aufent-halt entsteht, denn jede Stockung in der Rammarbeit ist sehr kostbar, weil einegrofse Anzahl Arbeiter unbeschäftigt bleibt. Da ferner das Rammthau öfters an denKranz y Fig. in. Tab. 83 geschürzt werden mufs , nachdem der pfähl tiefer eindringt,weil alsdann dasselbe länger werden mufs, und diefs Manöver viel Aufenthalt macht;sobald ein Vorarbeiter den schweren Kranz auf der Leiter nachziehen und halten soll,so habe ich an der seite der einen Hinter- oder seiten - Ruthe eine Rolle anbringenlassen. Darüber wird ein seil gelegt, mit welchem einer von den Rammarbeitern denKranz mit seinen Zugleinen, während der Rammklotz auf dem pfähl oder einem ei-sernen Nagel ruht, aufzieht, und so lange leicht in die nöhe hält, bis ihn der andereauf der Leiter stehende Arbeiter, mittelst eines Hackens, an sich holt und das Rammthauvon neuem' daran geschürzt hat. Diese Vorrichtung ist, so geringfügig sie zu seynscheint, sehr zu empfehlen; denn es ist nicht gleichgültig, wenn 50 bis 6o Arbeiterdes zages eine stunde über länger, als nothwendig ist, müfsig stehen, während die Auf-schüi’zungen des Kranzthaues geschehen.

§. 6g. Was nun die Stellung der Arbeiter . und das Manöver bey den zugram-men anbetrift, so mufs dassalbe dergestalt eingerichtet seyn, dafs die gröfstmöglichsteKraftanwendung bewirkt wird. Es mufs nämlich die nachtheilige schiefe Richtung derZugleinen dadurch aufgehoben werden a) dafs das Kranzthau so nahe als möglichder Rammscheibe, am Rammthau, und zwar nach einer Zirkel-Linie, angeknüpft wird;b) die Zugleinen müssen an das zirkelförmig geschlungene Kranzthau dergestalt befe-stigt werden, so dafs man die Arbeiter in concentrischen Kreisen stellen könne, derenMittelpunkt, wo möglich, in die vertical-Linie, die den Rand, der Rammscheibe tan-girt, fällt. Da ein jeder Arbeiter sechs bis sieben Quadratschuh Raum nothwendighat, so wird man die Stellung vieler Arbeiterin mehr als einem Kreise bewirken müs-