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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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schlage, welche in einer Hitze geschehen. Derselbe mufs ein geschickter zimmer-meister oder Geselle seyn; denn er hat die Aufsicht über die rammenden Arbeiter.Er schürzt von neuem, so oft es nothwendig ist, das Kranzlhau an das nammthau,je nach dem Eindringen des rfahls in die Erde. Er sorgt für die Verfertigung undAufrichtung der Ramme, so wie für das Einschmieren des Rainmthaues ,• der Läuferund der Rammscheibe, und bessert die vorgefallenen kleinen Beschädigungen aus *).

Es mufs ferner das etwa zwey zoll starke Kranzthau bey der Anschürzung sonahe als thunlich der Rammscheibe gebracht werden, damit nach der Lehre der Sta-tik der zug des Rammthaues so wenig als möglich schräge sey. f) Auf derjenigenBaustelle, wo man die rammenden Arbeiter nicht in Kreisen, sondern in Reihen stellt,läfst man dieselben etwas rückwärts, d. i. weiter von dem Läufer entfert stellen,und so, wie die Zugleinen kürzer werden, d. i. so wie der pfähl einrückt, tretendie Arbeiter vorwärts. Die Arbeiter einer jeden Reihe sollten von einerley Gröfseseyn, und die gröfsten in der hintern Reihe ziehen, g) Soll die Arbeit angehen, sowird zuerst die Ramme, je nach der Richtung in welcher der Rammpfahl eingetrie-ben werden soll, dergestalt gestellt, dafs die Läufer mit dem pfähl parallel stehen.Dann wird der pfähl entweder mit Hülfe der Ramm-Maschine selbst oder auf eineandere Art, worüber ich einiges in diesem werke und insbesondere beym Brü-ckenbau anführen werde, vor der Ramm - Maschine gestellt, oben an die Läufer undunten entweder an eine Ffahllehre oder an den Fufs der Ramme, mit seilen und He-beln befestigt. "Wie zuvor derselbe vermittelst der an der Ramm - Maschine befindli-

gung Löher geschnellt werden mufs, bis er durch vervielfältigte und heftigere Schläge zum Eindringenim festen Boden befördert worden ist.

Da die Anschiirzung des Kranzthaues stets mit Zeitversäumnifs verknüpft ist, so darf sie jedoch,wenn der pfähl leicht eindringt, nicht zu hoch geschehen, als worauf der nöthige Bedacht zu nehmenist. Es mufs daher der Ramm - Meister einige Praxis haben, um beyiäufig zu beurtheilen, wie tief derPfahl in einer Viertelstunde einsiuken wird, welches ihm die Einsqhlagung der probepfähle lehrt, undWobey er sich also die Wirkung von dem Eiurüchen des pfahls aufschreiben mufs. übrigens wild dieZeit der abermahligen An- oder Abschürzung des Kranzthaues dadurch verlängert, dafs die Zugleinenauf die Knebel aufgewickelt und geschürzt werden. Die Aufsehiirzung oder Nachlassung der Zugleinenauf die Knebel geschieht dann während einer pause, die nach der Operation, in welcher eine gewisse Zahlvon hintereinander gefolgten Schlägen geschehen ist , und welche man , wie gesagt, Hitze (Yolee) nennt,gemacht wird .

*) An wenig Orten wird das Aufschüben des r.ainmtliaues von dem Nagelmeister , das ist der Arbeiter,Welcher den Nagel, worauf während des Aufschiirzens vom Kranze der Rammklotz in die im i-'iill'er an-gebrachten Bocher einsteckt, besorgt. Dieses kann aber von dem Ramm - Meister selbst, das ist von ei-einem bey der Ramme die Aufsicht führenden Zimmergesellen geschehen. Der Flohrmeister , welcher dasAufschürzen des .plohrthaues , das ist desjenigen Seils, womit der p.ammpfahl längs dem Läufer in demihm zu gebenden Stande gehalten wird, besorgt, milst zugleich die Einrückung des pfahls, während je-der Hitze, das ist die hintereinander gemachten Anzahl - Schläge, nach denen von. ihm an dem Läufergemachten Zeichen, Er sorgt dafür, dafs der namropfahl stets in der vorgeschriebenen Richtung bleibt,und dafs diese auch die Läufer der Ramme behalten, und steht defswegen vorne beym pfähl.