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chen Trietzrolle mehrere Schuh hoch aufgehoben und dann heruntergelassen wird,während man ihn mit Richthacken hält. Gewöhnlich ruckt dann der pfähl 9 bis 24zoll, vermöge seiner eignen schwere, in den Grund. Jetzt gehen die Arbeiter an dieZugleinen und fangen das Kämmen an. Es ruft der Ramm - meister : auf, und jederKämmende ergreift den für ihn bestimmten Knebel mit beyden Händen, so dafs dieKnöchel oben liegen, stellt seine Füsse etwas auseinander, und richtet sein Gesichtnach dem Kranzthau. Sobald der Ramm -meister hoch ruft, zieht jeder Arbeiter denKnebel vor sich nieder, und zwar Q mit einer schnellung oder mit einem Ruck, damitder Klotz nicht aufgezogen , sondern aufgeschnellt wird, denn er rnufs mittelst derschnellung noch aufsteigen, wenn schon die Knebel die tiefste stelle erreicht haben.Es müssen daher in dem Moment, worin der Rammklotz noch steigt, die Zugleinennicht angespannt seyn, welches geschieht, wenn die Arbeiter die Zugleinen rasch ab-wärts ziehen. Nachdem die in jeder nitze angenommenen Schläge gemacht sind,ruft der Kamm - Meister hopp, und die Rammenden ruhen sich etwa 1 Minute aus,bis der Kamm-Meister wieder hoch ruft, wo das Manöver von neuem angeht. Nachmeinen Beobachtungen sollten auf diese Weise allemal in zwey seeunden ein schlaggeschehen, und hierauf mufs der Kamm-Meister angewiesen werden, b) Ist das samm-thau von dem Laufen über die Scheibe sehr abgenutzt, so dafs es die vollkommeneHaltbarkeit nicht gewährt, dann mufs es umgekehrt werden, denn das Ausbessernvermehrt die Reibung, da sie mit Umwicklung kleiner Bindfäden geschieht. Auchist dieselbe von geringer Dauer, i) Um die Haltbarkeit des Rammthaues zu vergrö-fsern, die Biegsamkeit des Seils zu vermehren, d. i. die Steifigkeit und Reibung aufder Rammscheibe zu vermindern, so ist es sehr gut, wenn das Seil durch kochendesoel gezogen, vorher aber in ein Dampfbad gebäht wird, welches sich leicht durcheine Vorrichtung über einen grofsen Kefsel bewerkstelligen läfs. Nachdem aber dasSeil auf diese weise in oel getränkt ist, wird es in einen ofen gelegt, entweder mitLÖschpapier oder werch umwunden, damit in dessen Oberfläche nicht zu viel oelbleibt. Man kann auch die gewöhnlichen seile, so weit sie über die Rammscheibelaufen, mit steifen Fett, unschlitt und grüner seife bestreichen, welche letztere beson-ders gut ist. Vorzüglich sind, in Rücksicht der mindern Steifigkeit oder Biegsamkeit,die in stutlgard gewobenen seile zu empfehlen, die ich auch in Baiern mit vortheilangewendet habe, wo sie jetzt ein Seiler in Landsberg verfertigt, k) Auch mufs dieFalze oder Rinne von der Rammscheibe dem seile hinreichenden Spielraum lassen, undzuweilen so wie der zapfen und der Läufer, oder die Läufer, mit Fett und grüner seifegeschmiert werden. Da aber die metallenen scheiben die nammthaue sehr erhitzenund und schnell abnutzen , so bedient man sich lieber der hölzernen Ramm-scheiben.
Endlich lasse man die ganze Ramm-Maschine zvveymal mit schiffstheer bestrei-chen , damit sie in der Witterung ausdaure , welcher sie sehr ausgesetzt ist.