Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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auf ein pferd beym horizontalen Zuge 170 bis 180 pfund, also 175 pfund im Mittel,Und auf den Mann 20 bis 2 5 pfund rechnen bann , wenn nämlich die Geschwindig-keit drey schuh beträgt. Hatte der Rammklotz die bestimmte Hohe erreicht, sowurde dessen Klink - Hacken, mittelst eines kleinen an dem obern Theil des idinkhackensbefindlichen seils, aus der oehse des Rammklotzes herausgezogen , und dieser fielauf den pfähl. Während dem die pferde umkehrten, und das Zugseil auf die scheibe5. zurückgewickelt wurde, wickelte sich das Rammthau von der welle, und der nlink-hacken ergriff die oehse des Rammklotzes von Neuem. Auf diese weise ward dasManövre stets eines und dasselbe. Es ist leicht begreiflich, dafs es langsam vonstatten gieng , daher wurden mit jeder der vier zugrammen, deren Rammklötze1350 bis 1740 pfund wogen, täglich 4f Grundpfähle eingerammt, wenn mit dieserKunstramme nur 5 -J- pfähl, in der nämlichen zeit, eingeschlagen wurden. Mit derzugramme kostete jedoch jeder pfähl einzurammen 13 Livres und 15 Sous, mit derKunstramme hingegen nur 5 Livres 1 sous. Die pfähle wurden 12 bis 17 schuh inden Grund gerammt, und hatten eine ränge von 18 bis 21 schuh , in ihrer Mitte eineDicke von 9 bis 13 zoll. Bey der »rücke von saumur wurden auch Kunstrammengebraucht, die eine Hohe von 22 Schuh hatten; sie wurden auf plattbodichte Prahmengestellt; die Rammscheibe hatte 4' 6 " im Durchmesser, und das sprossenrad 10 schuh ,welches an der welle angebracht war, worauf sich das Rammseil aufw'ickelte. DerRammklotz wog 1200 bis 1700 pfund, und es wurden, durch 12 Mann, täglich 12ÖSchläge gemacht, so dafs etwa auf die stunde 12 schlage kamen, also alle 5 Minutenein Schlag, in welcher zeit 150 Schläge mit der zugramme geschehen.

$. 77. Eine andere Art Kunstrammen (Tab. 83 rig. 5 und 7 ) wo sich der Klink-hacken ff auf die bekannte Art aushackt, indem er an die walze g stöfst, ist vondem Mechanikus Dietrich in Wien dadurch sehr bequem eingerichtet, dafs sich diewelle ih, worauf sich das Rammthau aufwickelt, um die oehse g des gezahnten Ra-des op, welches 18 Kämme hat, frey dreht, wenn sie mittelst des Lenkers Ik vonden speichen 1,2, 3, 4, des Rades op, abgeschoben wird, und welches geschehenmufs, sobald der Klinkhacken cdf aus dem oehr h des Rammklotzes <x sich ausge-kackt hat, wo dieser also herunter fällt. Hat nun die welle i k die Lage in Fig. 5.erhalten, so zieht der etwa 50 bis 100 pfund schwere Klinkhacken cdf das Ramm-thau herunter und greift in das oehr oder in die oehse b des Rammklotzes. Dannwird die welle ik fest auf die speichen des Rades p geschoben, und dieselbe drehtsich mit diesem Rade herum, zieht folglich den Klinkhacken, also auch den Ramm-klotz in die Hohe, und so wechselt das Manöver fort.

$. 78. Mehrere Kunstrammen, die aber in der Praxis nicht anzuempfehlen sind,findet man in schublers zimmermannskunst, und in den Schriften eines Leupold,sturm , Bessoni , Lorini und einer Abhandlung des ehemaligen pommerschen Baudirec-tors Haase, Man hat auch dergleichen Rammen durch das wasser in Bewegung ge-