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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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setzt, wie bey dem Brückenbau zu tociixence, vom Ingenieur Hausse, geschehen ist.An der fortgesetzten welle des schaufei- oder Wasserrades wird ein Trilling ange-bracht, der ein Stirnrad in Bewegung setzt. Indessen ist diese Vorrichtung nichtnur kostbar, sondern wegen der öftern verrückiing der Maschine nicht empfehlenswert!!.

§. 79. Welche Einrichtung man jedoch den Kunstrammen geben mag, sostehn sie gleichwohl —■ in Rücksicht des bey Wasserbauten wichtigen Zeitverlustes,ferner des umstandes wegen, dafs die schlage nur langsam, etwa alle zwey bis fünfMinuten auf einander folgen, wogegen bey den zugrammen in einer Minute dreyfsigSchläge geschehen $ besonders aber ihrer mühsamen, viele Arbeiter erfordernden Ver-setzung wegen, welche man nicht allemal gleich wieder verwenden kann, oder dieviel zeit verschleudern, bevor sie an eine andere Arbeit gehen, — den gut eingerich-teten zugrammen nach. Ferner sind sie, der grofsen Gerüste wegen, die sie nöth-wendig machen; so wie auch des umstandes willen, dafs der von einer ansehnlichen Höhefallende Rammklotz den pfahlkopf aufbürstet, folglich an seiner Wirkung verlohrengeht; und in Anbetracht aller der bereits vorne erwähnten Rücksichten nicht soziveckmäfsig, als die zugrammen, besonders wenn diese grofse Rammscheiben undsolche Rammklötze erhalten, als ich §. 66. beschrieben habe. Endlich erfordern dieKunstrammen einen grofsen Raum, welcher öfters bey Baustellen nicht gefundenwerden kann. Es geht auch bey ihnen der vorne angeführte und bey den zugram-men eintretende vortheil, welcher aus den schnell auf einander folgenden Schlägenentsteht, verlohren, und die den pfähl umgebende Erde drängt sich, in der Zwischen-zeit eines Schlages, wieder an den pfähl zurück, wodurch ihr widerstand vergröfsert wird.

§. 80. Zuweilen werden die Ramm - Maschinen auch auf Prahmen, d. i. überdas wasser gestellt, wie dies bey dem Bau der Hafendämme zu Bayonne , an derMündung des Adour - Flusses, bey dem Bau der Brücke zu saumur , und bey mehre-ren sauten geschah. Wie ein solcher Prahmen construirt, dessen Hintertheil mitSteinen beschwert und die Ramme darauf gestellt ist, zeigen die Figuren 33 bis 37iab. 85. Das Einrammen der pfähle über wasser kann also mittelst eines Prahmenrig. 36 und 37 Tab. 85, oder zweyer Prahmen xab. 82 Fig. 2 und 3, geschehen,wovon der eine mit steinen beschwert ist. Es wird dann die pfahlreihe zwischenden zwo Prahmen geschlagen.

In grofsen und schnellen Flüssen ist der Gebrauch eines solchen prahmens garnicht anwendbar, besonders zu den sehr hoch zu stellenden Gerüsten, die man noth-wendig hat, um die Jochpfähle der Brücken einzurammen. Ich habe bey den Bogen-Brücken vielleicht die schwersten und stärksten pfähle, welche man je bey Bauwerkengebraucht hat, in der Donau, dem Lech, Inn und der Isar einrammen lassen, wiebis jetzt meine Beyträge zum Brückenbau beweisen , und der dritte Band dieses Wer-kes beweisen wird. Wie dies Manöver bewerkstelligt wurde, und wie die Gerüst-pfähle von grofsen Flufsschiffen, die ich wegen dem Gerüste, das sie tragen, mck-